- Broschiert: 480 Seiten
- Verlag: Goldmann Verlag (17. Oktober 2016)
- ISBN-10: 3442205255
- ISBN-13: 978-3442205257
- Originaltitel: Uglen
- Genre: Thriller
- Reihe: ja - Band 2 der Kommissar Munch Reihe
Goldmann Kurzbeschreibung:
Aus einem Jugendheim bei Oslo verschwindet ein siebzehnjähriges Mädchen. Einige Zeit später wird sie tot im Wald gefunden – gebettet auf Federn, umkränzt von einem Pentagramm aus Lichtern und mit einer weißen Blume zwischen den Lippen. Die Ermittlungen des Teams um Kommissar Holger Munch und seine Kollegin Mia Krüger drehen sich im Kreis, bis sie von einem mysteriösen Hacker kontaktiert werden. Er zeigt ihnen ein verstörendes Video, das neue Details über das Schicksal des Mädchens enthüllt. Und am Rande der Aufnahmen ist der Mörder zu sehen, verkleidet als Eule – der Vogel des Todes …
Meine Bewertung: schwache * * *
Buch zur Goldmann Challenge
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine Meinung:
Auf einer Waldlichtung wird eine seltsam drapierte Leiche eines jungesn Mädchens gefunden. Sie liegt nackt auf einem Federbett, umgeben von einem Pentagram aus Lichtern und mit einer Blume im Mund. Die junge Frau ist außerdem sehr abgemagert und bei der Obduktion findet man in ihrem Magen Tierfutter. Das Ermittlerteam rund um Kommissar Holger Munch und Mia Krüger untersuchen den Fall, dessen Spur in eine Gärtneri führt. Die Inhaberin, Helene Eriksen, leitet dort ein Heim für Jugendliche, wo auch die Ermordete Camilla Green gewohnt hat. Als Gabriel Mørk, der Softwareentwickler, der im ersten Band als Neuzugang zum Ermittlerteam dazugestoßen ist, ein Video aus dem Dark Net zugespielt wird, hoffen Munch und Mia auf eine baldige Auflösung des Falles. Doch die Ermittlungen laufen schleppend....
Leider kann "Federgrab" nicht mir "Engelskalt", dem ersten Teil der Reihe, mithalten. Vieles scheint erscheint nicht wirklich neu. Auch die Probleme und Selbstmordgedanken von Mia waren schon in Band 1 ein großes Thema und wird auch hier wieder seitenweise behandelt. Mia scheint aus dem Dilirium aus Tabletten und Alkohol gar nicht herauszukommen und auch Munch hat die Trennung zu seiner Frau noch immer nicht überwunden. So war besonders der Mittelteil für mich ziemlich schleppend, denn die ewigen Wiederholungen ermutigten nicht wirklich zum weiterlesen.
Es ist zwar bekannt, dass skandinavische Autoren gerne kaputte Ermittler für ihre Thriller verwenden, jedoch sollten nicht immer dieselben Probleme wiedergekäut werden! Der Fokus liegt auch eher beim Privatleben der Ermittler und der Kriminalfall gerät dadurch immer mehr in den Hintergrund, was sehr schade ist.
Erst im letzten drittel steigt der Spannungsbogen an. Durch geschickt ausgelegte falsche Spuren und überraschende Wendungen gelingt es dem Autor den Leser in die Irre zu führen.
Die Auswahl eines Opfers fand ich allerdings unpassend und nicht besonders einfallsreich....mehr kann ich hier leider nicht verraten...
Schreibstil:
Der Schreibstil des Autors ist gut lesbar und flüssig, die Sätze sind eher kurz gehalten. Die aus verschiedenen Erzählperspektiven erzählte Geschichte lässt den Leser tiefe Einblicke in das Gefühlsleben der Ermittler, als auch des Täters zu.
Cover:
Die verschiedenen Cover-Varianten finde ich sehr interessant. Ich kann jetzt nicht eindeutig sagen, welches Cover mir am besten gefällt, aber von der Stimmung her, spricht mich das schwedische Titelbild (das blaue) am Meisten an. Hier sieht man den Wald und die Feder ist im Vordergrund der eye-catcher.
Fazit:
Leider kann der zweite Band der Reihe nicht wirklich überzeugen bzw. mit Band Eins mithalten. Die Längen in der Mitte und der Fokus auf das kaputte Ermittlerteam gerichtet, war mir der Thriller einfach zu langatmig und konnte auch mit falsch gelegten Spuren und überraschenden Wendungen nicht "gerettet" werden. Ein eher mittelmäßiger Thriller, den man lesen kann, aber nicht muss.
Vielen Dank an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

















Thriller sind immer ein schwieriges Ding. Ich liebe gute Thriller, aber die sind für mich immer schwer zu finden.
AntwortenLöschenHuhu!
AntwortenLöschenOje, ich wollte "Federgrab" auch auf jeden Fall noch lesen, weil ich von "Engelskalt" so begeistert war! Das ist natürlich enttäuschend, wenn sich so viele Probleme und Themen aus dem ersten Band wiederholen... Da hätte ich mir doch mehr Weiterentwicklung erwartet. :-(
Eine schöne Idee, die Cover der verschiedenen Ausgaben zu zeigen! :-)
Ich habe diesen Beitrag HIER für meine Kreuzfaht durchs Meer der Buchblogs verlinkt!
LG,
Mikka
Oh du hast das Buch ja auch gelesen. :)
AntwortenLöschenAuch wenn ich persönlich noch immer begeistert war von dem 2. Teil, kann ich deine Einschätzung auch verstehen. Ich bin kann da nur leichter drüber weg sehen. Nur das von dir erwähnte Opfer - da gebe ich dir vollkommen Recht - das war in der Tat einfallslos. Ich hoffe bei einem eventuellem dritten Teil passiert so ein Fauxpas nicht mehr. :D
LG Sanni