- Taschenbuch: 480 Seiten
- Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (14. März 2016)
- ISBN-10: 3734101751
- ISBN-13: 978-3734101755
- Genre: Gegenwartsliteratur
Blanvalet Kurzbeschreibung:
Layla studiert Musik und ist daran gewöhnt, die zweite Geige zu spielen. Oder vielmehr: das zweite Saxofon. Ihrer Meinung nach liegt es an dem ihr fehlenden Rampensau-Gen. Sie spielt auch in Orchestern, unterrichtet in einer Schule und arbeitet für ihren fahrigen Professor. Hinzu kommen noch ihre Familie – u.a. ihre Mutter, die hauptberuflich Glücksseminare gibt – und Freunde, die sie auf Trapp halten. Für die Liebe bleibt dabei nur wenig Zeit. Bis sie eines feuchtfröhlichen Abends in Julius‘ Bett stolpert – und am nächsten Morgen feststellen muss, dass sie wieder mal nur die Zweitbesetzung ist …
Meine Bewertung: * * * undeinhalb
Buch zur Blanvalet Challenge
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine Meinung:
Als ich die Thematik zu diesem Buch las, wusste ich sofort, dass ich diesen Roman unbedingt lesen möchte! Ich liebe Musik und arbeite in einem Musikhaus und eine kleine romantische Komödie rund um dieses Thema ist genau meins! Doch...bei "Tage zum Sternepflücken" ist es nun doch nicht ganz so! Warum?
Tja, womit soll ich anfangen? Layla, unsere Protagonistin, studiert Saxofon. Irgendwie hatte ich aber immer das Gefühl, dass Layla eigentlich keine Musikerin ist. Sie übt nie (!), sie macht die Büroarbeit ihres Professors und sie kam mir überhaupt nicht wie über Zwanzig vor, sondern viel jünger und etwas naiv. Das Ganze hatte einen Touch von einer Schule, deren Schwerpunkt Musik ist und die Schüler gemeinsam mit den Professoren ein Musical aufführen wollen.....á la Highschool Musical. Mit einer Musikstudentin und einer Uni hatte das ganze Umfeld für mich überhaupt nichts zu tun!
Gefallen hat mir an Layla, dass sie keine typische Strahleschönheit ist, sondern ein paar Kilos zu viel und eher ein Durchschnittsgesicht hat. So kann man sich als Leserin gleich viel besser mit ihr identifizieren ;) Sie fühlt sich immer als Zweitbesetzung, denn ihr erster Freund hat sie betrogen und sie hat sich den Musikern abgeschworen...ja, bis Julian kommt. Der coole Gitarrist und Youtube-Star hat sich für die Hauptrolle im geplanten Musical „Sweeney Todd“ beworben und Laylas Herz schlägt bei seinem schneller...... Die Anziehung zwischen den beiden ist regelrecht spürbar und konnte man als Leser auch wirklich fühlen.
Julian erscheint zwar einerseits sympathisch, was die Autorin wohl auch beabsichtigt hat, auf der anderen Seite hat er eine Freundin, mit der er eine Fernbeziehung hat. Er betrügt diese nicht zum ersten Mal, was ich nun wirklich nicht gut finde! Dass diese Freundin krank ist und er sich deswegen nicht trennen will, macht es nicht besser! Und die Autorin geht am Schluss auch nicht mehr auf dieses Problem ein, obwohl es neben der Musik eigentlich der rote Faden des Buches ist. In nur zwei kurzen Sätzen wird das Thema abgehandelt und alles ist Friede, Freude, Eierkuchen....
Kommen wir zum Positiven - dem
Schreibstil:
Ich mochte den unheimlich lockeren und witzigen Schreibstil von Kyra Groh sehr. Die Geschichte wird aus Laylas Sicht geschrieben. Die witzigen Dialoge und der Humor, der immer wieder durchbricht, hat mir Spaß gemacht und mich durch die Seiten fliegen lassen. Die Achterbahn der Gefühle, durch die Layla geht, wird sehr authentisch dargestellt. Beeindruckend finde ich auch, dass es die Autorin schafft, auf fast 500 Seiten so wenig Inhalt zu beschreiben. Im Großen und Ganzen geht es immer wieder nur um das Hin und Her zwischen Layla und Julian, umrahmt vom Musikthema und der großen Frage: Kriegen sie sich oder nicht? Und es wird auf den fast 500 Seiten wirklich nicht langweilig dabei! Man fühlt sich immer gut unterhalten... meinen Respekt!
Charaktere:
Die Personen sind wunderbar gezeichnet und äußerst lebendig dargestellt. Laylas exzentrische, aber sehr liebenswürdige Mutter, ihr schusseliger Professor Jochen Hecker, ihr Bruder Nick; ebenso wie Golo, ihr bester männlicher Freund und ihre beiden sehr unterschiedlichen Freundinnen Kara und Mimi. Letztere bleiben für mich allerdings ein bisschen blass.
Fazit:
Ein humorvoller Liebesroman, der vom lockeren und witzigen Schreibstil der Autorin lebt. Die fast 500 Seiten sind wirklich schnell weggelesen. Das Musikthema allerdings wurde für mich zu wenig recherchiert und die "Verniedlichung" der Untreue sendet meiner Meinung nach die falsche Botschaft an die (jungen) Leser. Deshalb kann ich nur 3 1/2 Sterne geben.
Mein Dank geht an den Blanvalet Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung des Reziexemplares!
















Meine liebste Martina
AntwortenLöschenAuf deine Rezension zu diesem Buch war ich besonders gespannt, weil du ja doch ein paar Einblicke in die "Szene" hast, die andere nicht haben. Um so mehr fühle ich mich bestärkt in meiner Meinung zum Buch. Meine Rezension findest du übrigens HIER
Und sorry, ich habe dir gar nicht mehr auf deine Mail geantwortet. Aber ich mache das gerade. Keine Angst, alles gut! :-)
Ganz liebe Grüsse dir
Livia
Liebe Livia,
Löschenich kann dir nur recht geben, was deine Kritik betrifft.
Liebe Grüße
Martina
Hm, also Untreue find ich auch ganz schlimm und würde ich allein deswegen nicht lesen. Ich finde, jeder Mensch sollte seinem Partner über wenigstens so fair und ehrlich, dann Schluss zu machen.
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