- Taschenbuch: 608 Seiten
- Verlag: Goldmann Verlag (29. Februar 2016)
- ISBN-10: 3442484057
- ISBN-13: 978-3442484058
- Originaltitel: The Olive Tree
- Genre: Gegenwartsliteratur
Goldmann Kurzbeschreibung:
Viele Jahre sind vergangen, seit Helena Beaumont als junge Frau einen wunderbaren Sommer auf Zypern verbracht und dort ihre erste große Liebe erlebt hat. Nun kehrt sie zum ersten Mal zurück in das schöne alte Haus, um dort mit ihrer Familie die Ferien zu verbringen. Unbeschwerte Tage sollen es werden, verträumte Stunden am Meer und lange Nächte auf der Terrasse, doch schon bei ihrer Ankunft empfindet Helena ein vages Unbehagen. Sie allein weiß, dass die Idylle bedroht ist – denn es gibt Ereignisse in ihrer Vergangenheit, die sie ihrem Mann und ihren Kindern stets eisern verschwiegen hat. Wie lange aber kann sie die Fassade der glücklichen Familie noch aufrechterhalten? Als sie dann plötzlich ihrer Jugendliebe Alexis gegenübersteht, ahnt sie, dass diese Begegnung erst der Anfang einer Verkettung von Ereignissen ist, die ihrer aller Leben auf eine harte Bewährungsprobe stellt ...
Meine Bewertung: * * *
Buch zur Goldmann Challenge
Buch zur Weltenbummler Challenge
Buch zur Durch die Jahreszeiten Challenge
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Meine Meinung:
Lucinda Riley's Bücher sind bei uns Blogger ja durchaus beliebt. Ich lese sie auch ganz gerne, aber eine 5 Sterne Rezension gab es bei mir noch zu keinem ihrer Bücher. "Helenas Geheimnis" wird dies auch nicht schaffen - im Gegenteil. Ich finde den Roman eher mittelmäßig bzw. hätten ihm 150 Seiten weniger besser getan. Dabei beginnt die Geschichte sehr interessant, wird jedoch immer langatmiger und ist ziemlich vorhersehbar.
Die Autorin entführt uns diesmal auf die Insel Zypern. Bis jetzt habe ich noch kein Buch, das auf dieser Mittelmeerinsel spielt, gelesen und war deshalb auch sehr gespannt....
Die bildhaften Beschreibungen von Weinfeldern, Olivenbäumen, der Sonne, dem Meer und lauen Sommerabenden am Pool, ließen mich schon von meinem Sommerurlaub träumen.
Der Roman beginnt mit Alex Rückkehr nach Pandora, dem Sommerhaus seiner Mutter. Vor zehn Jahren, als damals 13-jähriger Junge, hat er hier einen unvergesslichen Sommer verbracht und alles in einem Tagebuch festgehalten, welches er in seinem alten Versteck wiederfindet.
Während Alex sein Tagebuch liest, das in der Ich-Form geschrieben ist, und all die Gefühle und Ängste eines 13-jährigen Jungen widerspiegeln, läuft dazu parallel der Erzählstrang der Rahmenhandlung. Dieser wird in der 3. Person wiedergegeben und blendet ebenfalls zehn Jahr zurück.
Unsere Hauptprotagonistin ist Helena, Alex Mutter, die von ihrem Patenonkel "Pandora", seine Villa auf der Insel, vererbt bekommen hat. Als junges Mädchen hat sie hier ihre erste große Liebe Alexis kennengelernt und einen wunderschönen Sommer verbracht. Nach alle den Jahren und nachdem sie das Haus renovieren hat lassen, fliegt sie gemeinsam mit ihrem Ehemann William, seiner Tochter Chloé aus erster Ehe und den drei Kindern, aus dem regnerischen England nach Zypern. Seit damals war sie nicht mehr auf der Insel und hat auch Alexis nicht mehr wiedergesehen. Helena möchtet einen unbeschwerten Sommer verbringen, doch sie fürchtet um ihr Geheimnis, das sie ihren Ehemann nie anvertraut hat. Schon bald ist das Haus voll, denn auch Helena's beste Freundin Sadie, die gerade an Liebeskummer leidet, nutzt die Chance auf Zypern etwas abzuschalten. Und auch Sacha, Williams bestem Freund, kommt mit seiner Ehefrau Jules, Sohn Rupert und der Adoptivtochter Viola angereist. Rupert ist Alex erklärter Erzfeind, aber Jules Liebling. Und auch Alexis lässt sich nach seiner ersten Begegnung mit Helena nach all den Jahren des öfteren auf Pandora blicken. Als sich ein weiterer Gast anmeldet, nämlich Fabio, Helenas Tanzpartner aus ihrer Zeit als Primaballerina, platzt die Bombe....
Natürlich ist der deutsche Titel Programm. Doch Helenas Geheimnis, das von der Autorin immer wieder aufgegriffen wird, enttäuscht. Es wird meiner Meinung viel zu sehr aufgebauscht und dramatisiert und hinterlässt dabei einen fahlen Geschmack. Gestört hat mich, dass immer wieder darauf hingewiesen wird, wie schuldig sich Helena fühlt. Sie meint für ihre Sünden büßen zu müssen, doch dieser Roman spielt nicht im Mittelalter, sondern in der Gegenwart. Mir war das Geheimnis viel zu harmlos und die ewigen Schuldgefühle, die immer wieder betont wurden, sind zu dramatisch dargestellt. Natürlich wird die sogenannte Büchse der Pandora geöffnet und es kommt zum großen Eklat. Dabei wird aber nicht nur Helenas Geheimnis gelüftet, sondern auch das einiger anderen Gäste des Hauses....
Zehn Jahre später kommt Alex wieder nach Zypern und man erfährt, was nach dem Eklat passiert ist. Man erfährt von Krankheiten, Vergebung, Liebe und Tod. Und Alex macht beinahe denselben Fehler, wie seine Mutter. So stellt die Autorin zum Ende hin eine Art Vergleich dar, wie schnell man sich in einer solchen Situation, in die Helena damals kam, befinden kann.
Charaktere:
Die zahlreichen Personen in diesem Roman sind nicht Jedermanns Sache. Ich hatte nicht wirklich Probleme damit und konnte alle sehr schnell zuordnen. Doch durch die Menge der Charaktere bleiben natürlich einige eher blass. Am besten gefallen hat mir Alex, der hochbegabte Junge und Außenseiter. Durch seine Erzählungen im Tagebuch lernt man ihn aber auch viel besser kennen, als alle anderen Protagonisten. Seine erste Verliebtheit in die unbekannte Stiefschwester Chloé, die Sticheleien und Übergriffe von Rupert, sein Beschützerinstinkt, der Viola gilt, dem kleinen rothaarigen Mädchen, das Jules und Sasha adoptiert haben und sich ausgegrenzt fühlt....machen ihm sympathisch.
Die titelgebende Hauptprotagonistin war mir allerdings zu perfekt bzw. konnte ich ihr ihre ewigen Schuldgefühle nicht wirklich abnehmen. Das sogenannte Geheimnis wird überstrapaziert und wirkt danach eher platt.
Schreibstil:
Lucinda Riley wird deshalb so gerne gelesen, weil sie einen wirklich angenehmen und flüssigen Schreibstil hat, der einem schnell durch die Seiten fliegen lässt...auch wenn es manchmal langatmiger wird. Die malerische Beschreibung der Umgebung fand ich gelungen, einige Vorfälle sind leider vorhersehbar.
Cover:
Der Originaltitel passt sehr gut zum Inhalt des Buches, denn ein Olivenbaum hat am Ende des Romans noch eine wichtige Rolle inne. Das Cover verleiht südländischen Flair und Urlaubsstimmung.
Fazit:
Ein Roman, der für laue Sommertage am Balkon geeignet ist....nette Lektüre für zwischendurch, aber ein eher schwaches Buch der Autorin. Hundert Seiten weniger und etwas mehr Spannung hätten der Geschichte gut getan.

















Alex war auch mein Lieblingscharakter in dem Buch. Ich mochte ihn total gerne, auch wenn er immer wieder als Besserwisser dargestellt wurde. Und genauso wie du empfand ich Helena als viel zu perfekt. Das einzig nicht perfekte an ihr, war ihr dunkles Geheimnis ... ;)
AntwortenLöschenWeil du geschrieben hast, dass das Buch vorhersehbar ist: Hast du denn wirklich schon geahnt, dass -- ACHTUNG SPOILER FÜR ALLE JENE, DIE DAS BUCH NOCH LESEN WOLLEN -- Sacha Alex' Vater ist? Also ich glaube nicht, dass ich das vor dem offiziellen Rauskommen schon vermutet hatte.
Und zum Schluss, und da war sich in der Leserunde, glaub ich, niemand so richtig sicher: glaubst du, dass Helenas Mutter etwas mit Helenas Patenonkel hatte und Helena eigentlich die Tochter von ihm ist und sie deswegen Pandora geerbt bekommen hat? ;)
Liebe Janine,
Löschennein, wer der Vater ist, habe ich nicht erraten, aber einige andere Dinge. Und ich habe schon angenommen, dass Helenas Mutter ein Verhältnis mit dem Patenonkel hatte und Helena die Tochter ist. Der Olivenbaum war für mich auch das Sinnbild dafür! Und der ist ja auch der Titel in der englischen Ausgabe. Aber da sieht man wieder, wie unterschiedlich manche Dinge aufgenommen werden. Deshalb liebe ich auch Leserunden so...schade, dass ich damals nicht dabei sein konnte! Unsere Büchereimitarbeiterinnen lesen wohl die Riley Bücher alle vorher, denn bis ich die Bücher immer bekomme sind Monate vergangen und kein oder nur ein Stempel im Buch drinnen! Sehr verdächtig....;)
Hallo :)
AntwortenLöschenich hatte auch vorgehabt, das Buch zu lesen, nur ich war mir halt etwas unsicher. Und jetzt bin ich immer noch unsicher. In manchen Büchern ist es nun mal so, dass es gewisse Längen gibt, die nicht hätten sein müssen :/
Liebe Grüße
Schneeflöckchen Blog
Hallo Martina,
AntwortenLöschenich muss dir zustimmen und habe das Buch mit nur 2 Sternen bewertet, weil ich es ehrlich gesagt furchtbar fand. Die Handlung war an den Haaren herbeigezogen, die Motivation der Figuren einfach nicht nachvollziehbar und meiner Meinung nach ist die Autorin damit schon etwas ins Lächerliche abgerutscht. SPOILERALARM: Ich meine, wenn man ein uneheliches Kind hat, alleinerziehend ist und jemanden kennenlernt, dann erzählt man so eine Geschichte doch bevor man heiratet. Und zu dem Zeitpunkt hat sie noch nicht gewusst, dass es der beste Freund ihres Zukünftigen ist. *augenüberdreh*
Liebe Grüße,
Nicole
Ja, das fand ich auch absolut schrecklich und unglaubwürdig. Und warum das Geheimnis dann genau dort auf Zypern ans Licht kommt, wo die familien doch schon mindestens 10 Jahre befreundet sein müssen....sehr konstruiert das Ganze!
LöschenStimmt, auch das war nicht nachvollziehbar. Es muss ja nicht immer alles logisch sein, aber so hat mir das Buch überhaupt keinen Spaß gemacht.
LöschenHm, kann in mir kein Interesse wecken...
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