Nacht im Central Park - Guillaume Musso



    • Broschiert: 384 Seiten
    • Verlag: Pendo (1. Juni 2015) 
    • ISBN-10: 3866123787
    • ISBN-13: 978-3866123786 
    • Originaltitel: Central Park
    • Genre: Roman





Piper Kurzbeschreibung:
Alice und Gabriel wachen aneinandergefesselt auf einer Parkbank auf und haben keine Ahnung, wie sie in diese Situation geraten sind. Zumal sie sich nicht einmal kennen. In der Nacht zuvor ist Alice mit Freundinnen auf den Champs-Elysées ausgegangen, Gabriel hat in einem Club in Dublin Klavier gespielt. Wie konnten sie in nur so kurzer Zeit nach Amerika gelangen? Wurden sie mit einem Privatjet entführt? Von wem stammen die Blutflecken auf Alice' T-Shirt? Warum trägt sie eine fremde Waffe, in der eine Kugel fehlt? Alice und Gabriel bleibt nichts anderes übrig, als gemeinsam herauszufinden, was passiert ist. Ihre Suche führt sie auf die Spur eines Serienmörders, der Alice schon einmal um ein Haar das Leben gekostet hätte und sie nun ein weiteres Mal bedroht. Doch auch Gabriel hat ein Geheimnis ...

Meine Bewertung: knappe * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Guillaume Musso ist ein Autor, der mich immer wieder überraschen kann. Das kann positiv, aber auch negativ gemeint sein, denn seine Romane sind meiner Meinung sehr unterschiedlich, wobei sein Schreibstil richtig toll ist. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass ich endlich einmal Glück bei der Verlosung eines Musso Buches bei Lovelybooks für eine Leserunde hatte.

Der neue Roman des Autoren, der eher an einen Krimi erinnert, beginnt äußerst rasant.
Alice, Polizistin, Ende 30, arbeitet bei der Pariser  Mordkommission. Gemeinsam mit einem fremden Mann, der sich Gabriel nennt und sich als Jazzmusiker ausgibt, erwacht sie mitten im Central Park in New York. Beide sind aneinandergekettet und Alice's Bluse ist blutverschmiert, ihre Pistole gegen eine Glock ausgetauscht, der eine Patrone fehlt. Weder Gabriel noch Alice können sich erinnern, wie sie auf diese Parkbank mitten im Big Apple gelandet sind. Alice feierte am Vortag in Paris noch gemeinsam mit ihren Freudinnen bei einem feuchtfröhlichen Mädelsabend, während Gabriel in Dublin noch einen Konzertauftritt hatte. Während beide versuchen den Dingen auf die Spur zu kommen, scheint jemand schneller als Alice und Gabriel zu sein und mit ihnen ein perfides Spiel zu spielen.

Die Geschichte verläuft äußerst rasant und erinnert, wie bereits erwähnt, den Großteil des Buches über, an einen Krimi. Man erlebt mit den beiden Hauptprotagonisten eine Überraschung nach der anderen und kommt kaum zum Luft holen. Der Spannungsbogen ist bis zum Ende, wo sich alles auflöst, extrem hoch. Leider driftet der Roman aber damit auch immer mehr ins Unglaubliche. Man beginnt mit der Zeit an manchen Umständen zu zweifeln und manches erscheint zu konstruiert.

Der Roman wird aus der Sicht von Alice erzählt. Dabei wird im eigentlichen Erzählstrang öfters in die Vergangenheit gewechselt. Durch diese Rückblicke erfährt der Leser Stück für Stück mehr über Alices früheres Leben.
Leider konnten mich auch die Charaktere nicht wirklich überzeugen. Alice ist eine sehr ruppige und manchmal auch sehr respektlose Person anderen Menschen gegenüber. Diese Eigenschaften haben sie mir nicht wirklich sympathisch gemacht. Allerdings erfährt man im Laufe der Geschichte einige Tragödien aus ihrem Leben und man beginnt manche ihrer Reaktionen zu verstehen. Trotzdem bleibt sie ein wenig distanziert zurück. Gabriel's Charakter wirkt sehr diffus. Ich konnte ihn nicht richtig einorden, doch das könnte vom Autor so bezweckt sein, denke ich mir.......vorallem nach dem Ende des Romans.
So kommen wir auch schon zum Schluss des Buches, das meine Bewertung zur Geschichte leider ziemlich absacken ließ. Dem Autor ist es zwar fabelhaft gelungen die Lösung zu verschleiern und dem Leser in einige Sackgassen zu manövrieren, doch eine kleine Komponente darin war völlig unnötig. Ich will hier nicht spoilern, deswegen kann ich nicht näher darauf eingehen....

Das Ende an sich ist schlüssig und lässt einem ziemlich sprachlos zurück. Mit diesem Ausgang hätte ich nie und nimmer gerechnet. Allerdings fand ich den letzten Leseabschnitt wie einen Fremdkörper zur restlichen Geschichte. Es passte trotz der stimmigen Auflösung nicht zum Rest der Handlung.

Das ist leider auch der Grund, dass ich gerade noch 3 1/2 Sterne gebe, Eigentlich wollte ich nur 3 Sterne geben, aber das hatte schon das letzte Buch "7 Jahre später" von mir bekommen und "Nacht im Central Park" war definitiv besser.

Schreibstil:
Hier kann ich nur eine positive  Meinung abgeben. Guillaune Musso's Schreibstil ist einfach toll! Er fesselt und unterhält....da kann die Geschichte noch so unglaublich sein ;) Man fliegt über die Seiten, der Erzählstil ist flüssig und einnehmend.

Cover:
Die beiden fremdsprachigen Cover sind ebenfalls in blau gehalten, wobei das erste Cover die Frau auf der Bank widergibt. Trotzdem gefallen mir beide Buchcover nicht wirklich.


Fazit:
Ein sehr temporeicher Roman, der an einen Krimi erinnert. Spannend, jedoch etwas zu unglaubwürdig. Die Auflösung ist zwar schlüssig, doch der letzte Leseabschnitt erscheint wie aus einem anderen Roman. Schade!


Vielen Dank an den PIPER Verlag und das Lovelybooks Team für die Bereitstellung des Leseexemplares für die Leserunde

1 Kommentar:

  1. Hallo Martina,

    danke für die informative Rezension, denn dieses Buch hatte ich auch schon ins Auge gefasst, aber jetzt werde ich es wohl nur lesen, wenn es "meine" Bücherei bekommt.

    Liebe Grüße von
    Sabine

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