Hostienfrevel - Astrid Fritz


    • Taschenbuch: 304 Seiten
    • Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. September 2014)
    • ISBN-10: 3499267969
    • ISBN-13: 978-3499267963
    • Genre: historischer Roman, historischer Krimi
    • Reihe: ja - 2. Band


Rowohlt Kurzbeschreibung: 
Begine Serafina hat sich in ihrer neuen Heimat gut eingelebt. Da erschüttert ein schlimmer Frevel Freiburg. Entweihte Hostien – im Münster, dem heiligsten Ort der Stadt! Der alte Kreuzbruder des Gotteshauses - grausam ermordet! Der Verdacht fällt auf einen jüdischen Schuster, der unter der Folter auch alles gesteht, was man von ihm hören will. Serafina indes hat einen anderen Verdächtigen im Blick. Doch dann geschehen Dinge, die Serafina an ihrem heimlichen Verbündeten, dem Stadtarzt Achaz, zweifeln lassen…

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur ABC Challenge

Buch zur Deutsche Autoren Challenge

Buch zur Einnmal um die Welt Challenge

Meine Meinung:
Diesen historischen Krimi von Astrid Fritz erhielt ich für eine Lesechallenge bei Lovelybooks. Es ist der 2. Teil der Serie um die Begine Serafine (laut Wikipädia ist eine Begine eine Angehörige einer Gemeinschaft christlich andächtigen Lebens ohne Klostergelübde).
Den ersten Teil "Das Aschenkreuz" hatte ich leider noch nicht gelesen, werde ihn mir aber sobald wie möglich kaufen. Gleich vorab...wer den ersten Band - so wie ich - noch nicht kennt, kann dieses Buch ohne Probleme lesen. Es wird zwar einiges aus der Vergangenheit von Serafine erzählt, doch sind dies größtenteils Geheimnisse, die auch in "Das Aschenkreuz" noch nicht gelüftet wurden.

Wenn man das Buch aufschlägt, sieht man zuerst ein Personenregister. Ist man nicht mehr sicher, wer wer ist, kann man hier immer wieder nachschlagen. Im anschließenden Prolog geschieht bereits die erste Tat: im Münster von Freiburg werden Hostien entweiht und der alte Kreuzbruder wurde brutal niedergeschlagen.
Der Verdacht konzentriert sich schnell auf die drei Judenfamilien, die sich in Freiburg angesiedelt haben. Der jüdische Schuster Mendel, der als Einziger in der Tatnacht anwesend war, wird angeklagt. Serafina jedoch zweifelt am so "offensichtlichen Umstand", denn es gibt jede Menge Einwohner, die bei den Juden sprichwörtlich in der Kreide stehen und hohe Schulden haben. Die junge Frau beginnt  zu recherchieren und bald gibt es jede Menge Verdächtige. Der kleinwüchsige Barnabas und Achaz, der Stadtarzt, sind ihr dabei eine große Hilfe.

Wer Serafina noch nicht aus dem ersten Band kennt, erfährt sehr bald, dass sie einfach nicht anders kann, als ihre Nase in Dinge zu stecken, die sie eigentlich nichts angehen. Als Begine hat sie oft den Vorteil Neuigkeiten von ihren Mitmenschen zu erfahren und auch ziemlich frei in Freiburg herumlaufen zu können, was für die meisten Frauen zu dieser Zeit nicht möglich war. Da ich "Das Aschenkreuz" nicht gelesen hatte, war ich überrascht zu erfahren, dass Serafine erst seit einem halben Jahr bei den Schwestern zu Sankt Christoffel lebt. Toll fand ich die genaue Erklärung der Mitschwestern....wer welche Aufgaben hat und auch die verschiedenen Charaktere. So kann man sich sofort ein Bild dieser Frauen machen.
Auch den kleinwüchsigen Bettelzwerg Barnabas schließt man schnell ins Herz. Er kennt die Bürger der Stadt wie kein anderer und nicht nur die feinesn Herrschaften. So ist er Serafina eine große Hilfe.

Der historische Teil steht in diesem Roman eher im Vordergrund und nicht der Kriminalfall an sich, jedoch ist letzterer glaubwürdig konstruiert. Als Leser rätselt man gerne mit und auch als Thriller- und Krimileser hatte die Autorin dann doch noch die eine oder andere Überraschung für mich parat.

Schreibstil:
Mit ihrer Heldin, der Begine Serafina, hat Astrid Fritz eine sehr sympathische, starke und eigenwillige Figur geschaffen. Dies könnte der Beginn einer richtigen Reihe um die "ermittelnde" Begine werden - verpackt in einem historischen Roman. Gefällt mir, muss ich sagen!
Man merkt, dass die Autorin sehr viel recherchiert hat und dies dem Leser richtig gut vermitteln kann. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, jedoch typisch für historische Romane. Während der Leserunde hat uns Astrid Fritz viele Fragen beantwortet und uns immer wieder klar gemacht, dass die Judenverfolgung schon vor Jahrhunderten begonnen hat!
Fazit:
Ein gut recherchierter historischer Roman mit einer starken und sympathischen Frau im Mittelpunkt. Der Krimianteil ist vorhanden, lässt sich gut lesen und bringt auch Überraschungen mit sich. Ich würde das Buch jedoch eher bei den historischen Romanen, als bei den Krimis einordnen. Eine Lesempfehlung für Liebhaber des historischen Genre!




3 Kommentare:

  1. Wieder eins von den Büchern, die ich verpasst hätte. :)
    Lg Lara

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  2. Das Aschenkreuz hat mir sehr gut gefallen, und ich habe mich auch den zweiten Band schon ganz fest vorgemerkt. Schön, dass dir das Buch gefallen hat :-)
    Liebe Grüße
    Susanne

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  3. Hallo Martina!

    Danke für deinen Besuch bei mir, hat mich sehr gefreut. Ich habe mein Buch "Mein Herz ruft deinen Namen" von Susanna Tamaro gerade beendet. Was soll ich sagen? Vermutlich ist es mein Jahreshighlight! Ich werde ganz bestimmt weitere Bücher der Autorin lesen!

    Ich liebe historische Romane auch, weil ich gerade deine Rezension hier entdeckt habe. Es gibt so tolle Schätze in diesem Genre und bin für jeden Tipp dankbar, den ich bekommen kann.
    Ah, und die Cover von historischen Romanen sind immer so toll. Ich liebe dieses Nostalgische... ;-)

    Allerliebste Grüße ♥,
    Janine

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