- Taschenbuch: 464 Seiten
- Verlag: Ullstein Taschenbuch (11. Juli 2014)
- ISBN-10: 354828566X
- ISBN-13: 978-3548285665
- Genre: Historischer Roman
Ullstein Kurzbeschreibung:
Vor der jungen und schönen Lukardis von Wartenberg liegt ein aussichtsreiches Leben. Doch als die Burg ihres Vaters infolge einer Fehde mit dem Abt zu Fulda im Jahr 1265 zerstört wird und sie eine Pflichtehe eingehen muss, beginnt ein wahrer Alptraum. Erst die nicht standesgemäße, aber tiefe Freundschaft mit der Kaufmannswitwe Hilda lässt Lukardis frischen Lebensmut schöpfen. Als sie dem Ritter Raban von Elfershausen begegnet, erkennt Lukardis entsetzt, wer hinter der unheilvollen Fehde steckt. Nun muss sich Lukardis zwischen der Loyalität zur Familie und der Sehnsucht zweier Herzen entscheiden.
Meine Bewertung: * * * * undeinhalb
Buch zur Einmal um die Welt Challenge
Buch zur Weltenbummler Challenge
Buch zur Deutsche Autoren Challenge
Meine Meinung:
Bei Lovelybooks durfte ich wieder bei einer Leserunde mitmachen, die von der Autorin Marion Henneberg begleitet wurde. Es war dies mein erstes Buch der Schriftstellerin und hat mich nun auch auf ihre früheren Werke aufmerksam gemacht.
Ein Personenregister gleich zu Beginn des Romans bietet dem Leser eine kleine Einstiegshilfe in die handelnden Charaktere.
Im Prolog lernen wir die Hauptprotagonistin Lukardis kennen. Die Siebzehnjährige muss gerade miterleben, wie die Burg ihrer Familie gestürmt und zerstört wird. Durch die bereits arrangierte Ehe mit Hermann von Ebersberg scheint ihr zukünftiger Platz auf Burg Ebersburg gesichert zu sein. Doch ihr Ehemann ist ein skrupelloser und grausamer Mann, der die schöne Lukardis nur als seinen Besitz ansieht, sie schlägt und ihr verbietet die Burg zu verlassen. Als sie trotzdem einige Bekanntschaften mit den Dorfbewohnern schließt, müssen diese es ebenfalls bitter bereuen.
Doch auch die Fehde mit Abt Bertho, dem Mann, der hinter der Zerstörung einiger Ritterburgen steht, bringt Hermann von Ebersberg und seine Brüder Albert und Heinrich mehr und mehr Probleme. Sie fürchten um die eigene Burg, denn Bertho will den immer häufiger auftretenden Überfällen auf Handelsreisende Einhalt gebieten. Er vermutet adelige Raubritter dahinter, lässt die Burgen der Adeligen schleifen und vermehrt gleichzeitig die Besitztümer der Klosters.
Als Lukardis, die nach einem Überfall schwerverletzte Kaufmannsfrau Hilda findet, versteckt sie diese bei Freda, der Kräuterfrau. Heimlich schleicht sie sich immer wieder in die kleine Hütte und schließt Freundschaft mit der Witwe. Durch sie findet sie etwas Mut und schöpft Kraft ihr Leben zu verändern.....
Die Geschichte beginnt sehr spannend und nach den ersten hundert Seiten dachte ich mir: "Endlich wieder eine tolle Geschichte, die dich völlig in den Bann zieht, die man verschlingt, aber gleichzeitig das Buch gar nicht beenden will".
Lukardis erlebt auf der Burg nur Missachtung und Schläge. Durch ihre Eltern und der damaligen Zeit entsprechend erzogen, kennt sie nichts anderes als sich zu fügen und den Mund zu halten. Durch die Einsamkeit auf der Burg, die sie nicht verlassen darf und den ewigen Fehlgeburten, verfällt sie in eine tiefe Depression, die erst durch die Freundhschaft mit Hilda beendet wird. Denn hier ist eine Frau, die ebenfalls Hilfe benötigt und der Lukardis helfen kann.
Doch in der Mitte des Romans hatte ich dann etwas Probleme mit den Gefühls- und Meinungsschwankungen von Lukardis klarzukommen. Ich verstand einige ihrer Handlungen einfach nicht. Zerrissen zwischen der Freundschaft zu Hilda und deren Bruder Raban, in den sie sich verliebt, und die Loyalität zu ihren Eltern und der neuen "Familie" fand ich einige ihrer Handlungen nicht nachvollziehbar. trotzdem bleibt die Geschichte fesselnd.
Was mich erstaunt hat, waren wie viele der am Ende angeführten historischen Ereignisse, die die Autorin im Buch verarbeitet hatte, wirklich passiert sind. Das fand ich sehr interessant! Für mich tat sich nach dem Lesen der wahren und historisch begelegten Begebenheiten zu manchen Handlungen im Buch eine etwas andere Sichtweise auf!
Cover:
Das Titelbild finde ich gelungen. Man erkennt eine junge Frau und im Hintergrund die Burg. Passt auch hervorragend zu einem historischen Roman.
Der Titel beinhaltet die Lilie, das Familienwappen der zu Ebersberg, sowie das Schert, das Kampfmittel der Ritter.
Schreibstil:
Der Schreibstil von Marion Henneberg ist wunderbar flüssig und hat mich richtig gepackt. Die Charaktere sind großartig beschrieben.Von der Autorin werde ich sicher noch mehr lesen!
Fazit:
Rund um die wahren und historisch belegten Begebenheiten hat die Autorin hier eine wunderbare und fessselnde Geschichte geschrieben. Wegen der kleinen Probleme mit der Protagonistin im Mittelteil ziehe ich einen halben Stern ab. Sonst eine klare Leseempfehlung für Fans historischer Romane!
Mein Dank geht auch an Lovelybooks und die Autorin, die uns viele Fragen ganz selbstverständlich beantwortet hat und uns ins 13. Jahrhundert entführte!
















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