Wo die Nelkenbäume blühen - Danielle Stevens


    • Broschiert: 380 Seiten
    • Verlag: Mira Taschenbuch im Cora Verlag; Auflage: 1., Aufl. (13. Januar 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3862788652
    • ISBN-13: 978-3862788651
    • Genre: Roman, Familiensaga

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Amazon Kurzbeschreibung:
Trauernd reist Lena nach Sansibar in das Land, in dem die Nelkenbäume blühen. Auf der Gewürzplantage der Bennetts will sie das Werk ihres verstorbenen Verlobten Andy Bennett beenden und dessen Familiengeschichte aufschreiben. Doch den Ort, an dem alles begann, droht der britische Geschäftsmann Stephen Alistair mit dem Bau eines Luxushotels zu zerstören. Um das Andenken der Bennetts zu bewahren, setzt Lena alles daran, die Plantage zu retten, und facht unwissend eine alte Fehde an. Ausgerechnet in der finsteren Vergangenheit liegt der Schlüssel zu einer glücklichen Zukunft für Lena.

Meine Bewertung: * * * 


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Meine Meinung: 
Dank Blogg dein Buch durfte ich wieder eine Familiensaga in einem fernen Land lesen. "Wo die Nelkenbäume blühen" hat mich nicht nur von der Geschichte her interessiert, sondern auch die Leseprobe gefiel mir. Als das Buch dann nach fast 3 Wochen endlich bei mir ankam, freute ich mich schon sehr auf ruhige Abende auf meinem Sofa, die ich im fernen und tropischen Sansibar verbringen durfte.

Leider war die Vorfreude größer als die Freude beim Lesen.
Erwartet hatte ich eine spannende Familiengeschichte, die abwechselnd in der Vergangenheit und in der Gegenwart spielte. Doch der Anteil aus dem späten 19. Jahrhundert war leider sehr kurz, doch gerade dieser Abschnitt gefiel mir sehr gut. Die drei Hauptprotagonistinnen Henriette, Annemarie und Celia waren wirklich interessante Charaktere. Alle drei Frauen waren von Deutschland nach Sansibar ausgewandert um ihr Glück zu versuchen. Während Celia und Annemarie bereits von ihren zukünftigen Ehemännern erwartet werden, folgt Henriette ihren Vater, einem Pastor, um ihm beiszustehen. Doch Henriette hatte nicht mit dem grausamen Sklavenhandel auf der Insel gerechnet und beginnt sich gegen die menschenunwürdigen Behandlungen an den Schwarzen einzusetzen. Auf Annemarie wartet ein grausamer Ehemann, der auch nicht davor zurückschreckt seinen eigenen Vater umzubringen, um an sein Geld zu kommen und Celia, deren einziger Lebensinhalt aus Ansehen und Reichtum besteht, erhält diese zwar, aber bleibt kinderlos.

Gerne hätte ich mehr über diese drei Frauen gelesen, doch der Schwerpunkt des Buches liegt in der Gegenwart bei Lena, die vor sechs Monaten ihren Lebensgefährten Andy und ihr ungeborenes Kind verloren hat.
Sie macht sich etwas überstürzt auf nach Sansibar, der Insel, wo Andy geboren und aufgewachsen ist. Dort möchte sie mehr über ihn erfahren und über das Familiengeheimnis, das er erwähnt hatte und worüber er ein Buch schreiben wollte. Lena stürzt sich sehr naiv und teilweise unglaubwürdig in sämtliche "Abenteuer", die ich teilweise nur schwer nachvollziehen konnte. Sie war mir auch anfangs nicht wirklich sympathisch, was sich aber im Laufe des Romans geändert hat. Leider wurde auch das große Geheimnis und der eigentliche Grund von Lena nach Sansibar zu reisen bald zur Nebensache, denn sie lernt den unheimlich attraktiven Geschäftsmann Stephen kennen. Dieser möchte genau die Farm kaufen, wo Andy aufgewachen ist und wo kürzlich der letzte Nachfahre verstorben ist. Natürlich kommt es bald zu weiteren Aufeinandertreffen der Beiden und aus der angekündigten Familiensaga wird eine eher kitschige Liebesgeschichte.

Die Autorin hat meiner Meinung nach auch einige Handlungsfäden nicht aufgeklärt bzw. nur teilweise. Ebenso ist mir aufgefallen, dass es eigentlich nach Claires unerfüllten Kinderwunsch, die damals auf die Bennett Farm geheiratet hat, gar keinen Nachkommen geben dürfte. Aber vielleicht waren das dann andere Familienzweige.....??? Leider war dies nicht der einizge unaufgeklärte Handlungsstrang.

Sehr gut gefallen hat mir allerdings die wunderbare Beschreibung diverser Orte auf Sansibar. Ich konnte tatsächlich abtauchen in eine unberührte Landschaft  und einen einsamen Strand, konnte die Gewürze riechen und sah den frühen Sklavenhandel vor mir.

Schreibstil:
Durch den lockeren, leichten und flüssigen Schreibstil der Autorin ließ sich das Buch sehr gut lesen.

Fazit:
Eine Liebesgeschichte mit  romantischen Setting, die leicht und nett zu lesen ist. Leider gab es etliche Lücken, was das angebliche Familiengeheimnis betraf. Die kurzen Kapitel, die die Vergangenheit beschrieben, waren sehr interessant, während die Geschichte in der Gegenwart nur so vor Klischees strotzte. Eher ein romantischer Liebesroman, als eine Familiensaga mit Spannung.



Für die Bereitstellung des Rezensionsexamplares möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei:


http://www.bloggdeinbuch.de/
und dem Verlag                                          www.mira-taschenbuch.de

1 Kommentar:

  1. Ich bin auch froh, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine dastehe. Ich war echt enttäuscht, dass da zum Schluss nichts historisches mehr gekommen ist. Mich hat die Geschichte im jezt nicht gestört, da ich so romantische und kitschige Geschichten gerne lese, aber mir sind wirklich die 100 Jahre dazwischen abegegangen. Jetzt weiß man gar nicht wie die Familienfehde weitergegangen ist und warum sich die Familien immer noch nicht mögen. Wäre echt schön gewesen noch einen historischen Teil einzufügen. Ich lese bald noch ein Buch von der Autorin und bin gespannt wie das dann aufgebaut ist.

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