- Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
- Verlag: Deuticke Verlag; Auflage: 3 (28. Januar 2013)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3552062092
- ISBN-13: 978-3552062092
- Genre: Gegenwartsliteratur, Roman
Amazon Kurzbeschreibung:
Fred Firneis, Lyriker mit Sensationsauflagen, leidet nach langen alkoholdurchtränkten Jahren an einem Burnout. Seine Verlegerin, die ihn in seiner Berliner Wohnung aufspürt, schickt ihn in eine Holzhütte in die Alpen nach Österreich. In Grünbach am See gibt es weder Strom noch Handyempfang, und Firneis kommt wieder zu Kräften. Doch dann taucht Mara auf, eine junge Biologin aus der Slowakei, die ihre Doktorarbeit über die Elritze schreibt, einen spannenden kleinen Schwarmfisch. Bald interessiert sich Fred für sämtliche Details von Biologie, Verhaltensforschung - und Mara, die jedoch plötzlich verschwindet …
Meine Bewertung:n * * * *
Buch zur Chaos Challenge AGAIN
Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013
Meine Meinung:
Ich muss ehrlich zugeben, der Autor ist mir leider völlig unbekannt gewesen, obwohl er Österreicher ist und schon Bücher veröffentlicht hat.
Mit großer Neugierde begann ich an den eher dünnen Roman (für mich als Wälzerleser ;)...) zu lesen und amüsierte mich prächtig!
Ich weiß solche Sätze, wie auf der Rückseite des Buches "Wer Glattauers Gut gegen Nordwind geliebt hat, wird auch an dieser herrlich komischen Liebesgeschichte seine Freude haben" - Julia Kospach"
verleiten oft zu Käufen, die man danach bereut. Außerdem misst sich kein Autor gerne mit einem anderen, genauso wenig wie jeder Sänger oder Schauspieler. Jeder Einzelne ist individuell.
Trotzdem muss ich dem Satz ein bisschen Recht geben. Man merkt auf jeden Fall, dass hinter der Geschichte ein Mann als Autor steckt und obwohl es hier um keine E-Mails geht, beinhaltet dieser Roman sehr viele direkte Reden, Briefe, Anrufbeantworteransagen und sms Einträge - vor allem in der ersten Hälfte des Buches.
Hier ein kleiner Ausschnitt, der mich zum Lachen brachte:
August zeigte auf ein hohes Wolkenfeld, das im Westen aufzog. "Morgen schlägt das Wetter um. Für zwei Wochen."
"Das siehst du an diesen harmlosen Wolken?"
"An den Wolken sehe ich, dass das Wetter umschlägt".
"Und für zwei Wochen, wo siehst du das?"
"Auf www.wetter.at."
Wen diese Schreibweise nicht stört, die allerdings nicht durch das ganze Buch führt, der liegt hier richtig, denn der Roman ist wirklich unterhaltsam und birgt eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art.
Aber worun geht es hier eigentlich?
Die Geschichte handelt von Fred Firneis, einen Autoren, der tief in der Krise steckt. Nach zwei Lyrikbänden, die sich sensationell verkauften, leidet er an einer Schreibblockade. Zu allen Übel steht der kleine Verlag, der seine Bücher veröffentlicht hat, kurz vor dem Ruin und braucht dringend ein neues Buch von ihm. Doch Fred steckt in einer tiefen Depression und haust in seiner Wohnung unter Pizzaschachteln und -resten der letzten Wochen, leeren Bier- und Weinflaschen und Zigarettenstumnmeln und geht weder an sein Handy, noch an den Computer, den er zu guter Letzt auch noch zertrümmert hat. Als er einen Schwächeanfall erleidet, schickt ihn seine Verlgerin ins Krankenhaus und direkt weiter auf eine einsame Hütte in den österreichischen Bergen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und Trotzreaktionen, findet Fred das Leben mitten in der Natur gar nicht mehr so schlimm. Als er dann auch noch August und Mara trifft, will er gar nicht mehr zurück ins laute Berlin. Doch schon bald erwartet ihn (und den Leser) eine kleine Überraschung....
Die vier Protagonisten werden wirklich sehr treffend vom Autor beschrieben und auch wenn einiges an Klischee dahintersteckt, so kann man mit allen Vieren wirklich mitfühlen und mitfiebern.
Die Kapitel unterteilen sich in Tage und die Erzählweise wechselt oft mit den Protagonisten; manchmal poetisch und voller Fantasie und dann wieder einfach, kurz und prägnant. Hier hat es der Autor wirklich verstanden mit seiner Sprache Leben in die Geschichte zu bringen.
Der Roman kommt wirklich ohne Kitsch aus und ist trotzdem überzeugend, auch wenn mir der Schluss dann doch zu plötzlich kam und ich mir noch ein paar Hinweise erwartet hätte. Obwohl das Ende ein klein bisschen offen bleibt, was ich sonst ja gar nicht leiden kann, lässt René Freund etwas Spielraum für unsere eigenen Gedanken und führt den Leser aber trotzdem in eine bestimmte Richtung.
Fazit: Eine fast zu kurz geratene, aber erfrischende und feine Geschichte, die zwar schnell zu lesen ist, aber auch Ernsthaftigkeit versprüht.
















Huhu ,
AntwortenLöschenBin gleich 3 mal deine Leserin geworden . Einen schönen Blog hast du =) Eine tolle Rezi , das muss ich mir gleich mal näher anschauen ...
Würde mich freuen wenn du mal bei mir vorbei schauen würdest , dort läuft grade ein Gewinnspiel ^^
LG Jenny
http://jemasija8.blogspot.de/