- Taschenbuch: 336 Seiten
- Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 2011)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3423248882
- ISBN-13: 978-3423248884
- Originaltitel: Learning To Swim
- Genre: Thriller
Amazon Kurzbeschreibung:
Mit einem lebensgefährlichen Sprung von einer Fähre rettet die Journalistin Troy einem kleinen Jungen das Leben. Offenbar wird er von niemandem vermisst. Was ist geschehen? Nach und nach gewinnt sie das Vertrauen des kleinen Paul, und er erzählt ihr eine furchtbare Geschichte: Er wurde gemeinsam mit seiner Mutter entführt und monatelang in einem kahlen Zimmer gefangengehalten. Wer steckt hinter der Entführung? Etwa der Vater? Troy beschließt, den Kleinen auf keinen Fall den Behörden oder dem Vater zu übergeben, ohne sicher zu sein, dass dieser nichts mit dem Verbrechen zu tun hatte. Ein Entschluss, der dramatische und hochgefährliche Folgen haben wird ...
Meine Bewertung: * * * *
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Buch zur Chaos Challenge
Meine Meinung:
Mit diesem Buch liebäugelte ich schon eine Weile und als ich es in der Bücherei sah, war mir klar, dass es sofort mit muss =)
Der Klappentext verhieß Spannung pur - hat aber leider nur teilweise gehalten, was er versprach.
Gleich zu Beginn geht es jedoch rasant los. Auf der Fähre über den Lake Champlain nach Vermont sieht die Sport-Journalistin Troy wie ein Junge ins Wasser fällt und springt, ohne Nachzudenken, ins eiskalte Wasser, um das Kind zu retten. Nachdem sie den völlig erschöpften Kleinen mit zu sich nach Hause genommen hat, will sie die Polizei und die Eltern verständigen, doch komischer Weise scheint den Jungen niemand zu vermissen. So kümmert sie sich vorerst um das Kind und überlegt wie sie ihm helfen kann. Ihr ist nämlich nicht entgangen, dass das T-Shirt, welches der Junge getragen hatte, um die Hände verknotet war und er ohne ihre Rettungsaktion hilflos ertrunken wäre. Aufgewühlt durch die Umstände beschließt sie vorerst den Jungen bei sich zu behalten.
Troy, eigentlich unabhängig und bindungsunwillig, verliert nach kurzer Zeit ihr Herz an den Kleinen und auch dieser fasst Vertrauen zu ihr. So ist es verständlich, dass er ihr seine Geschichte erzählt. Zusammen mit seiner Mutter wurder er entführt und wochenlang in einem Kellerverließ eingesperrt.
Durch einen Vorfall in ihrer Vergangenheit erfährt der Leser, warum sie eher unlogisch reagiert und nicht sofort die Polizei einschaltet, sondern selbst zu recherieren und auf eigene Faust zu ermitteln beginnt.
Durch den Jungen, der sich Paul nennt und großteils Französisch spricht, kommt sie auf die Spur seiner Eltern und gerät in eine n Strudel von Ereignissen.......
Was zuerst fesselnd begann, verliert im Mittelteil an Spannung und geht eigentlich mehr in einen Krimi oder Roman über, was mich allerdings nicht wirklich gestört hat.
Die Autorin schreibt sehr einfühlsam und gefühlvoll, ihre Figuren sind allesamt sehr gut beschrieben und ich konnte mir jeden Einzelenen sehr gut vorstellen. Die Hauptprotagonistin erzählt in der Ich-Form, sodass der leser immer ihren Gedankengängen folgen kann. Die Kapitel sind kurz gehalten und fand ich gerade richtig.
Der einzige Minuspunkt für mich war die etwas aus der Luft gegriffene Ermittlerarbeit von Troy, die der Polizei immer wieder auf die Sprünge hilft und sich eigentlich so oft in Gefahr begibt, dass man als Leser über so viel Naivität nur den Kopf schütteln kann.
Die Autorin baut viele Wendungen ein, so dass man als Leser immer wieder überrascht wird und die Geschichte nicht vorherhbar ist. Die Auflösung finde ich allerdingst etwas zu sehr konstruiert, sorgt aber wieder für etwas mehr Spannung.
Fazit: Obwohl die Geschichte eher ruhig daherkommt und kein blutrünstiger Thriller ist, eher in das Genre Kriminalroman fällt, hat mir die Schreibweise und die Handlung sehr gut gefallen. Für einenen Debütroman wirklich gelungen. Ich werde sicher auch die nächsten Bücher der Autorin lesen.
















Klingt ja nicht schlecht.
AntwortenLöschenlg Sandra
Es muss in einem Buch nicht immer vor Leichen und Blut wimmeln, hin und wieder lese ich einen "leisen Thriller" auch ganz gern.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Sabine