- Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
- Verlag: Weltbild (2012)
- ISBN-10: 3863651596
- ISBN-13: 9783863651596
- Genre: Roman, Historischer Roman
Frisch verheiratet verlässt Nerys Watkins ihr walisisches Dorf zum ersten Mal, als sie mit ihrem Mann auf eine Missionsstation in Indien geht. Auf einer Reise aus dem einsamen Hochland von Ladakh hoch im Himalaya lernt sie die wunderbare Stadt Srinagar in Kaschmir kennen. Hier leben die britischen Kolonialherren auf prächtigen hölzernen Hausbooten, als gäbe es keinen Krieg. Aber der Krieg lässt sich nicht aufhalten, und selbst im fernen Srinagar wird das Leben ernster, als die ersten Männer eingezogen werden. Nerys verstrickt sich in eine gefährliche Beziehung, und als sie nach dem Krieg ihren Mann wieder trifft, ist aus dem unschuldigen walisischen Mädchen eine erwachsene Frau geworden. Viele Jahre später räumt Mair Ellis nach dem Tod ihres Vaters das Haus aus und findet einen kostbaren Schal aus feinstem Garn, bestickt in den Farben von Wasser, Bergen und Himmel. Und sie findet die Haarlocke eines Kindes. Mair macht sich auf die Suche nach den Spuren ihrer Großeltern in Kaschmir - eine Reise, die ihr Leben verändert ...
Meine Bewertung: * * * *
Buch zur Wälzer Challenge
Meine Meinung:
Entweder war ich anfangs nicht in der Stimmung für diese Art Roman, obwohl ich ja Bücher aus fernen Ländern liebe, oder die Handlung ist die ersten 150 Seiten einfach etwas zäh....
Die Autorin beschreibt sehr bildhaft, jedoch manchmal fast zu auschweifend. Mein Kopfkino lief zwar super an und ich schwelgte in den Farben Indiens, aber immer wieder hatte ich Probleme mich zu konzentrieren.
Erschwert hat dies anfangs auch, dass die Geschichte zwischen der Gegenwart und der Zukunft hin- und herschwenkt. Das habe ich ja oft in solchen Romanen, aber normaler Weise sind die Übergänge dann meistens kapitelweise getrennt. Hier ist es sehr unüberischtlich.....links noch sind wir in der Vergangenheit und die rechte Seite beginnt ohne "Vorwarnug" wieder mit der Gegenwart. Das empfand ich doch etwas als störend. Mit der Zeit fand ich dann heraus, dass die Autorin genau die Vergangenheit mit der Suche der Protagonistin in der Jetztzeit abgestimmt hatte. So erfuhr der Leser nie mehr als unsere "Heldin" in der Gegenwart, obwohl ich einige Ereignisse trotzdem sehr vorhersehbar fand.
Die Geschichte beginnt mit der Gegenwart. Mair....alleine der Name kam mir schwer von der Zunge....ist er hier in Österreich einer der gebräuchlichsten Familiennamen in allen erdenlichen Schreibweisen und kein Vorname....und ihre Geschwister räumen ihr Elternhaus aus, nachdem der Vater verstorben ist und keiner der drei Kinder im walisischen Heimatdorf bleiben will. Dabei stößt Mair auf einen wunderschön gewebten, in tollen Farben bestickten Kaschimrschal und einer Haarlocke im Schlafzimmer ihrer Großmutter. Ihre Geschwister sind alle verheiratet und haben ihre eigene Familie, während Mair noch immer nicht den richtigen Mann und Job gefunden hat. So beschließt sie dem Geheimnis ihrer Großmutter nachzugehen und steigt in den Flieger nach Leh in Kashmir, im Norden Indiens, Hauptort der Region Ladakh.
In dieser hochgelegen Region führten ihre Großmutter Nerys mit ihrem Mann Evan eine Missionsstation. Hier taucht der Leser ein in die Geschichte Nerys, die im rauhen Norden viel besser klarkommt als ihr Missionarsehemann Evan. Eines Tages lernt sie die Abenteurer Myrtle und Archie kennen, mit denen sie sofort Freundschaft schließt. Nachdem Evan beschließt im zweiten Winter in Leh zu bleiben, schickt er Nerys mit Myrtle und Archie nach Srinagar, der nächsten größeren Stadt, wo noch einige andere britische Familien leben. Hier lernen die beiden Frauen die junge Caroline kennen und fortan sind die Drei ein eingeschworenes Team. Doch der zweite Weltkrieg macht auch vor Indien nicht halt und Archie und Ralph, Carolines Mann, müssen in den Krieg ziehen, währen Evan seine Lehren verkündet.
Eines Tages verirrt sich Nerys auf den Straßen Srinagars und landet bei einer jungen Inderin in deren Hütte. Diese kränkelt und hat drei kleine Kinder zu versorgen. Im trüben Licht ihrer Hütte arbeitet sie an Pashmina Schals. Die Kunst des Webens hat sie einst in ihrem Heimatdorf Kanihama gelernt, das berühmt ist für die Kunst des Webens. Mit dieser Bekanntschaft ändert sich sehr viel in Nerys Leben....
Auch Mair freundet sich mit einem Schweizer Ehepaar und deren 2-jähriger Tochter in Leh an und ahnt nicht, wie verstrickt ihre Wurzeln mit denen dieses Paares sind.....
Sehr viel mehr will ich hier nicht vom Inhalt preisgeben. Das Buch besteht, außer der Geschichte um Nerys und ihren Freundinnen Myrtle und Caroline, dem rätselhaften Rainer und den Nachforschungen von Mair, sehr viel aus den Beschreibungen rund um Kashmir. Man lernt viel über den Kasmirkonflikt, die Briten in Indien - vor und nach dem zweiten Weltkrig und vorallem über die Naturschönheiten des Landes. Neben dem Weben kommt auch das Bergsteigen nicht zu kurz.....
Fazit: Ein sehr ausgeschmückter Roman, der dem Leser ins Indien der Vierziger Jahre führt. Wundervolle Landschaftsbeschreibungen, doch hätten dem Buch hundert Seiten weniger besser getan! Für den vorallem sehr zähen Anfang muss ich leider einen Stern abziehen.
















Schöner Blog,bin Leserin geworden :))
AntwortenLöschenLG Lisa
Guten Abend
AntwortenLöschenDein Beitrag von Gestern finde ich wirklich sehr interessant, da es viel versprechend ist und eine Reise nach Indien weckt. Okay vielleicht spielt die Geschichte in den 40zigern aber das glaube ich macht den Reiz aus. Libe Grüße & ein schönes Wochenende! Anni-chan
Das Buch habe ich auf meiner Wunschliste, und auch wenn du nicht völlig begeistert warst, klingt deine Rezension insgesamt ansprechend. Ich denke, ich werde es doch (irgendwann) mit diesem Roman versuchen.
AntwortenLöschenLG
Susanne