- Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
- Verlag: Blanvalet Verlag (12. September 2012)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3764503505
- ISBN-13: 978-3764503505
- Genre: Krimi
Ein sonniger Augusttag, ein einsam gelegener Parkplatz zwischen Wiesen und Feldern. Vanessa Willard wartet auf ihren Mann, der noch eine Runde mit dem Hund dreht. In Gedanken versunken bemerkt sie nicht das Auto, das sich nähert. Als sie ein unheimliches Gefühl beschleicht, ist es schon zu spät: Ein Fremder taucht auf, überwältigt, betäubt und verschleppt sie. In eine Kiste gesperrt, wird sie in einer Höhle versteckt, ausgestattet mit Wasser und Nahrung für eine Woche. Doch noch ehe der Täter seine Lösegeldforderung an ihren Mann stellen kann, wird er wegen eines anderen Deliktes verhaftet. Und überlässt Vanessa ihrem Schicksal …
Meine Bewertung: * * * * undeinhalb
Buch zur Wälzer Challenge
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine Meinung:
Charlotte Link ist für mich keine Unbekannte, totzdem muss ich zugeben, dass es schon EWIG her ist, dass ich ein Buch der Autorin gelesen habe.
Doch hier fand ich den Klappentext so spannend, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Umso überraschter war ich dann, als bereits auf Seite 60 alles das passiert war, was in der Inhaltsangabe stand. Meistens steht leider viel zu viel im Klappentext und nimmt dem Leser oft die Spannung, aber hier folgten ja noch immer mehr als 500 Seiten und ich war irre gespannt!
Wer die Autorin kennt, weiß, dass sie einen tollen Schreibstil hat, der sich flüssig lesen lässt. Obwohl ich es nun ausgelesen habe, bin ich mir nicht sicher in welches Genre ich das Buch einordnen soll, aber ich habe mich nun doch für Krimi entschieden...auch wenn es vielleicht doch ein Thriller ist? Auf dem Buchdeckel steht ja Roman....da würde ich die Geschichte nicht einordnen, denn als Thrillerleser würde ich dieses Buch nicht als "normalen" Roman einordnen.
Der Beginn war für mich etwas verwirrend, da wir es mit drei verschiedenen Hauptakteuren zu tun haben, wovon zwei in der 3. Person erzählen (Ryan und Nora) und eine, Jenna, in der ersten Person.
Gleich zu Beginn lernen wir Ryan kennen, der seit seiner Kindheit Probleme mit dem Gesetz hat. Nach kleineren Verbrechen lässt er sich mit einem Kredithai ein und sieht sich plötzlich einer Summe gegenüber, die er nicht mehr auftreiben kann. So kommt er auf die Idee Jemanden zu entführen. Nachdem Ryan Vanessa Willard entführt, betäubt und versteckt hat, kommt ihm allerdings die Schlägerei vom Vortag in die Quere und er wird wegen Körperverletzung verhaftet und kommt sofort in Untersuchungshaft, während niemand weiß, dass sein Entführungsopfer in einer Kiste eingesperrt ist.......da ging die Fantasie mit mir ganz schön durch...brrrr....
Die Autorin lässt allerdings fast bis zum Schluss offen, was danach mit dem Entführungsoper passiert ist, während der Leser den Kidnapper ja schon kennt. Link zeichnet ihre Figuren sehr vielschichtig. Hier ist niemand nur schwarz oder nur weiß. Obwohl Ryan nun vom Kleinganoven zum Entführer "aufgestiegen" ist, lässt sie uns an all seinen Gewissenbissen und Qualen teilhaben. Ebenso können wir seine tolpatschigen Versuche miterleben, um wieder auf die "richtige Seite" zu wechseln. So wird Ryan dem Leser nie wirklich total unsympathisch.
Nora, eine alleinstehende Dreißigjährige, hat Torschlusspanik, und über ihren Arbeitsplatz im Krankenhaus Kontakt zu Gefängnisinhabern aufgenommen. So vertieft sie den Kontakt mit Ryan und bietet ihm nachdem er entlassen wird, bei ihr zuhause eine Wohnmöglichkeit. Nora ist eine zutiefst verunsicherte Frau, die gerne jemand bemuttern will und nicht alleine sein kann.
Und dann haben wir noch Jenna, eine junge, dynamische Frau, die neu nach Swansea gezogen ist. Nach
dem Ende ihrer achtjährigen Beziehung möchte sie durch einen Orts- und Jobwechsel neu durchstarten. Durch ihre Chefin und Freundin Alexa lernt sie den Mann der damals entführten Vanessa Willard kennen.
Beide verlieben sich ineinander, aber das Schicksal seiner Frau steht wie ein großes Hindernis zwischen den Beiden.
Auf den fast 600 Seiten können wir nun die unterschiedlichen Geschichten dieser drei bzw. fünf Personen lesen, die alle miteinander verbunden sind und deren Schicksal sich bis zum Ende des Buch zu einem Strang zusammenführt.
Außer einigen Ungereihmtheiten (wer hat nun Ryans Mutter entführt und warum) hat mir die Idee und die Ausführung sehr gut gefallen. Ich war vom Anfang an gespannt wie es weiter gehen wird und habe mit allen Akteuren mitgefiebert. So sollte ein interessantes und gutes Buch sein!
Fazit: Spannend geschrieben, auch wenn es genügt hätte, manches nicht ganz so ausführlich zu beschreiben.
















Oh, das klingt auf alle Fälle sehr spannend. Aber geht es hier hauptsächlich um die Randgeschichte oder um den "Überlebenskampf" der Eingesperrten? Das hab ich hier jetzt nicht so richtig rausgefunden.
AntwortenLöschenlg Sandra
Vom Überlebenskampf wird gar nicht geschrieben. Es geht rein um die Randgeschichte und wie all diese Personen damit verbunden sind.
LöschenLiebe Grüße
Martina
Na dann wäre es für mich doch wohl eher ein Roman. ;)
LöschenVielen Dank für die Antwort.
lg Sandra