Katzentisch - Michael Ondaatje


  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: C. Hanser Verlag
  •  Englischer Originaltitel: The Cat's Table
  • ISBN-10: 3446238581
  • ISBN-13: 978-3446238589
  • Genre: zeitgenössische Literatur




Thalia Kurzbeschreibung:
Drei Kinder, zu Beginn der 50er Jahre, auf einer Seereise von Ceylon nach England. Zu der buntgemischten Gesellschaft an Bord des Schiffes gehören Außenseiter, die wie sie am Katzentisch sitzen, und andere Reisegefährten, nicht zuletzt die aus der noblen Senatorenklasse. Sie alle sind geheimnisumwitterte Objekte der Sehnsucht oder der Spekulation: der Baron, der so elegant Mitreisende bestiehlt, der todkranke Millionär oder die Artistentruppe mit Wahrsager, in den sich Emily verliebt.

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Chaos Challenge

Buch zur Von Liebe, Tod und Ehre Challenge

Meine Meinung:
Es fällt mir wirklich schwer zu diesem Buch des Autors Michael Ondaatje, der mit "Der Englische Patient" einen wirklich großartigen Erfolg verzeichnen konnte, eine Rezension zu schreiben. Der Spielfilm, den der britische Regisseur Anthony Minghella zu einem Welterfolg machte, heimste 1997 neun Oscars ein und gefiel auch mir sehr gut. Das Buch habe ich leider nie gelesen.
Aber vielleicht ist das auch besser so, denn Michael Ondaatje's neuerster Roman "Katzentisch" konnte mich nicht wirklich begeistern.

Bis jetzt konnte ich eigentlich nur sehr gute Meinungen zum Buch lesen und denke ich bin hier auch in der Minderheit, der dieses Buch nicht so wirklich gefallen hat. Das liegt nicht am Cover ;), das ich auch nicht so geglückt finde, aber die Reise an Board der Oronsay sehr gut darstellt.
Es liegt...tja, woran eigentlich?

Ondaatje's Schreibstil ist sehr lyrisch und poetisch. Er beschreibt in diesem leicht autobiografisch angehauchten Roman die Schiffsreise des 11-jährigen Mynah, später genannt Michael, von Ceylon, dem heutigen Sri Lanka, nach England, wo seine Mutter, seit der Trennung von seinem Vater, lebt. Mit an Bord sind seine Tante Flavia und seine fast erwachsene Kusine Emily, die jedoch als Passagiere erster Klasse an Bord gehen, während Michael nur in einer fensterlosen Kabine im unteren Deck unterkommt.
Zu den Mahlzeiten werden Alleinreisende an den Katzentisch gesetzt, den vom Tisch des Kapitäns am weitesten entfernten Platz im Speisesaal. Außer Michael und den fast gleichaltrigen Jungen Cassius und Ramadhin, sitzen dort ebenfalls ein Botaniker, ein Schiffsabwracker, ein behinderten Schneider und die geheimnisvollen Miss Lascetti, allesamt skurille Persönlichkeiten.

Ondaatje versteht es meisterlich diese außergwöhnlichen Personen zu beschreiben, trotzdem konnte ich zu keiner davon eine Verbindung herzustellen.
Mit an Bord befindet sich auch ein in Ketten gehaltener Mörder, der jeweils um Mitternacht an Deck gebracht wird. Für Jungen in diesen Alter natürlich ein Anreiz sich zu verstecken und zu warten bis der Schwerverbrecher erscheint. Aber auch andere gefährlichere Machenschaften und sogar Morde passieren meist versteckt, und nur schwer von den Passagieren wahrgenommen, an Board der Oronsay.


Michaels Freunde am Schiff, Cassius und Ramadhin, bleiben nicht ganz so farblos wie die anderen Mitreisenden. Während er zu Cassius im späteren Leben keinen Kontakt mehr hat, aber durch Zeitungsberichte erfährt, dass er ein berühmter Künstler geworden ist, bleibt die Freundschaft zum herzkranken Ramadhin auch später erhalten. Nicht nur Ramadhins Eltern werden seine zweite Familie sein, sondern auch Ramadhins Schwester Massi, die er ehelicht.

Der Autor wechselt regelmäßig die Erzählzeit von der Vergangenheit zur Gegenwart. Den größten Teil der Handlung erleben wir aus der Sicht des 11-jährigen Jungen, der kleinere Teil zeigt uns den erwachsenen Michael. So erhalten wir ein immer klareres Bild, was die drei Jungen damals wirklich an Bord mitbekommen haben. Erst als erwachsener Mann erfährt Michael die ganze Wahrheit und die einzelnen Puzzleteile ergeben ein Ganzes.

Fazit: Vielleicht war es der falsche Zeitpunkt, vielleicht auch einfach kein Buch für mich...obwohl ich ein großer Liebhaber von Sri Lanka bin. Mich konnte das Buch nicht wirklich begeistern....
Ich bin wohl doch nur ein durchschnittlicher Belletristik-Leser....

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mit Nutzung der Kommentarfunktion akzeptierst du die Speicherung deiner Daten. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung dieses Blogs.

 

Martinas Buchwelten Copyright © 2012 Design by Antonia Sundrani Vinte e poucos