Töchter der Sünde - Iny Lorentz

  • Gebundene Ausgabe: 784 Seiten
  • Verlag: Knaur HC (4. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426662450
  • ISBN-13: 978-3426662458
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,4 x 4,6 cm 
  • Teil 5 der Reihe um "Die Wanderhure"

Thalia Kurzbeschreibung:
Die ehemalige Wanderhure Marie lebt glücklich auf Burg Kibitzstein. Ihre Kinder sind erwachsen, die Töchter bereits verheiratet, und nun soll auch ihr Sohn Falko unter die Haube. Doch Falko ist ein Heißsporn, und als er sich bei einem Turnier erbitterte Feinde macht, schickt ihn der Fürstbischof von Würzburg mit seiner Nichte Elisabeth nach Rom. Dort soll das junge Mädchen Vorsteherin in einem Nonnenkloster werden. Zwar kann Falko zunächst der Versuchung widerstehen, die Schöne zu verführen, stürzt sich jedoch in Rom in eine Affäre mit der Tochter seines Todfeindes. Damit gefährdet er die Aufgabe, die dort auf ihn wartet: Er soll den Besuch des deutschen Königs Friedrich III. und seine Kaiserkrönung vorbereiten, und die Widersacher lauern schon....

Meine Bewertung: * * * undeinhalb


Buch zur Wälzer Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Dies ist bereits der 5. Band um die Wanderhure Marie und nachdem keines der Bücher mit dem ersten Band mithalten kann und mich die beiden letzten Teile eher enttäuscht hatten, überlegte ich lange, ob ich mir den 5. Teil aus der Bücherei mitnehmen sollte.

Nun habe ich die letzte Seite zugeklappt und bin mir noch immer nicht sicher, wie ich das Buch bewerten soll.
Natürlich reicht es nicht an Band 1 der Serie heran, trotzdem liest es sich teilweise nicht so schlecht, wie ich vermutet hatte.
Die Schreibweise des Autorenehepaar Iny Klocke und Elmar Wolrath ist gewohnt einfach und lässt sich leicht lesen, birgt aber dennoch Spannung und bringt auch neue Aspekte.
So dürfen wir diesmal einen männlichen Protagonisten fast 800 Seiten lang begleiten, der noch ein Heißsporn ist und jung und unbekümmert seine Reise beginnt. Die Geschichte spielt diesmal  nicht in Deutschland, sondern hauptsächlich in Rom.

Falko, das jüngste Kind von Marie Adler von Kibitzstein, hat sich nach einem Turnier nicht gerade Freunde gemacht und zieht den Zorn seines Gegners auf sich. Um einen offenen Zwist zwischen Falko und seinen Gegner Bruno von Reckendorf zu vermeiden, betraut der Württemberger Fürstbischof  den jungen Mann mit dem Auftrag seine Nichte Elisabeth, nach Rom begleiten, wo sie in einem zurückgezogenen Konvent Äbtissin werden soll.
Falko liebt jedoch die Frauen und wie man sich denken kann, verliebt er sich in die junge Äbtissin. Auch diesmal wurde wieder sehr viel Hintergrundrecherche für den Roman betrieben und die Story rund um die geplante Krönung von Friederich III. wurde ebenfalls interessant vermittelt.

Während der Weg  über die Alpen nach Rom und all die Hindernisse und Überraschungen gut beschrieben werden und teils sehr spannend und abwechslungsreich verliefen, so fand ich schon zu Beginn den jungen Falko nicht wirklich sympathisch. Viel zu ungestüm, viel zu schnell verliebt und von neuen Einflüssen fasziniert, fehlte es mir anfangs etwas an Charakterstärke. Denn kaum ist Elisabeth im Kloster angekommen, verliebt er sich in die Adelstochter Francesca Orsini, die jedoch schon kurz vor der geplanten Hochzeit steht.
Zwischen den beiden Frauen hin und her gerissen merkt Falko zunächst nicht, dass er zum Spielball in einem Komplott gegen Kaiser Friedrich III. werden soll.

Diesen fünften Band kann man eigentlich auch als Einzelband lesen ohne die vorherigen vier Bände gelesen haben zu müssen. Hier wird eine sehr eigenständige Geschichte erzählt, es wird wenig in die Vergangenheit zurückgegriffen und Marie treffen wir nur am Anfang und Ende des Buches wieder.

Gefallen hat mir die Geschichte rund um die Kaiserkrönung in Rom und all die Machenschaften der Italiener, der Deutschen und Franzosen. Die handelnden Personen konnten mich allerdings alle nicht wirklich überzeugen. Am meisten Charakter zeigte noch Francesca, eine eigenwillige und heißblütige Frau.
Das Ende fand ich dann leider alles andere als gut! Viel zu konstruiert und hingebogen, leider sehr unwahrscheinlich dargestellt. Man kann nur hoffen, dass dies nun wirklich der letzte Band der Reihe ist. Schade umd den tollen Beginn der Reihe....warum können enige Autoren es nicht einfach nach dem ersten bzw. zweiten Band sein lassen??

Fazit: Besser als der dritte und vierte Band, aber teilweise sehr überzogen. Auch der Hauptprotagonist kommt nicht wirklich sympathisch rüber. Für alle, die die ersten vier Bände gelesen haben, sollte man vielleicht auch den fünften Band nicht auslassen....


1 Kommentar:

  1. Hallo Martina,

    hab gerade diesen tollen Blog entdcekt und nachdem ich mich ein weing umgesehen habe und es mir hier gut gefällt, bin ich gleich mal Leserin geworden.

    Deine Rezension zu "Töchter der Sünde" fand ich sehr gelungen. Ich liebe ja die Iny Lorentz-Bücher und hab bis jetzt jedes gelesen. "Die Wanderhure" war in meinen Augen eines der Beste, aber ich bin ganz Deiner Meinung, dass die Reihe leider immer schlechter wird. Den 3. Band fand ich schon nicht mehr so gut und der 4. entschuldige, hat mich sehr enttäuscht. Den 5. Band hab ich zwar hier, hab ihn aber ehrlich gesagt noch nicht gelesen, weil ich ehrlich, Angst vor einer Enttäuschung habe. Wenn ich Deine Rezension so lese, sind das wohl begründete Ängste. Es wird also Zeit für eine neue Iny Lorentz-Geschichte und dieses Mal bitte ein Einzelband ;)

    LG
    Monika
    www.suechtignachbuechern.blogspot.de

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