Sally - Elke Päsler

Die wahre Geschichte einer Mutter

Amazon Kurzbeschreibung:
Ein Haus, zwei Kinder, ein Hund: Elke Päsler führt ihr Leben mit ihrer kleinen Familie so, wie sie es sich immer vorgestellt hat. Doch in der Wirtschaftskrise verliert ihr Mann den Job und gibt innerlich auf. Der Schuldenberg wächst und bald fehlt sogar das Geld für die Jausenbrote. Als auch noch die Ehe zerbricht, schreibt Elke Päsler verzweifelt einen Abschiedsbrief. Erst im letzten Moment siegt ihr Lebenswille. Doch von jetzt an ist ihr alles egal. Mit illegaler Prostitution bringt sie ihre Kinder durch und sinkt dabei immer tiefer. Bis sie eine neue Liebe auffängt und sie wieder zu so etwas wie Normalität findet.

Buch zur deutschsprachigen Autoren Challenge

Meine Meinung:
Zu diesem Buch, das auch eine Biografie ist, möchte ich keine Bewertung abgeben.
Diesmal muss ich sagen, dass etwaiger Rummel um das Buch total an mir vorbei gegangen sein muss. Das erste Mal aufmerksam machte mich meine deutsche Freundin Claudia, als wir ziemlich lange in einer Buchhandlung in Wien dem Regen trotzten ;) Zuvor hatte ich weder davon gelesen, noch etwas davon gehört.

Die Protagonistin kommt komischer Weise wieder genau aus derselben Region in Niederösterreich, wie Renata Juras aus "41 und 14" (das ich erst vor kurzem rezensiert habe).

Die Vorgehensweise der Protagonistin kann ich nur teilweise verstehen. Wie sich anfangs die Sache entwickelt, dass dem Ehemann nach der Kündigung und der großen Schuldenlast die Füße unter dem Boden weggezogen werden und er zuerst einmal nichts zur Geldbeschaffung beiträgt, habe ich leider schon öfters gehört. Wie man aber als Frau die Sache dann angeht, ist eine andere. Damit will ich aber das Verhalten des Ehemannes absolut nicht gutheißen, denn der entwickelt sich immer mehr zum A...und hätte schon viel früher verlassen gehört. Es hat mich teilweise sehr wütend gemacht, wie er sich verhalten hat und dann aus der Notsituation heraus seine Ehefrau auch noch erpresste!

Elke Päsler kommt aus "gutem Haus", wie Sie selbst betont, und war vor Ihrer Heirat schon durch die Familie angesehen....hm....in einem Dorf wart eben der Arzt oder Bürgermeister zu dieser Zeit noch ein bisschen mehr als heute...ich war auch so ein Kind, doch im Gegensatz zu der Protagonistin war sparen bei uns kein Fremdwort. Ich hatte z. Bsp. jahrelang kaum Bekleidung und Spielzeug, auch wenn das kaum jemand im Ort glauben wollte. Deshalb kann ich auch überhaupt nicht nachvollziehen, wie man sich schämen kann, dass man nicht wie üblich jedes Jahr einen neuen Christbaumschmuck haben kann. Mein Christbaumschmuck hängt schon über Jahre...und wird nur durch neue Kugeln ersetzt, wenn andere kaputt geworden sind.
Wie ist das bei Euch??? Das würde mich echt interessieren???? Kauft ihr jedes Jahr neuen Baumschmuck??? Was macht ihr dann mit dem alten Christbaumschmuck?
Aber ich schweife ab....sorry!

Interessant fand ich die neue Art von Prostitution, die Sie für sich erfand (also ich sprich hier nach dem Buch...hab keine Ahnung, ob das auch stimmt)...diese speziellen Massagetechniken. Elke Päsler hat zwar eine neue Liebe gefunden (ich fand es etwas geschmackslos die Liebestechniken ihres Freundes genau zu beschreiben und auch noch den Namen und den Arbeitsplatz zu verraten!), aber Sie hat sich trotzdem nicht von diesem Millieu verabschiedet.
Ich will hier niemanden verurteilen, aber wirklich sympathisch war mir die Autorin leider nicht. Und damit habe ich eigentlich schon viel zu viel von meiner Meinung verraten...;)


1 Kommentar:

  1. Tja, das Buch ist möglicherweise etwas für die Challenge. Aber so wie Du darüber berichtest ist es das Lesen nicht wert. Die Not macht schon erfinderisch, aber wenn man die Vorgehensweise der Hauptperson absolut nicht nachvollziehen kann, kommt man schwer rein.
    Was den Christbaumschmuck betrifft: Ich kaufe einen, wenn der andere kaputt ist. Hätte auch nicht den Platz diese vielen Kugeln zu verstauen. Bei uns sieht der Baum eben jedes Jahr gleich aus. Oder zumindest fast.
    lg Sandra

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