Im letzten Licht des Herbstes - Mary Lawson

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Gebundene Ausgabe; 352 Seiten
    • Verlag: ‎ Heyne Verlag (30. August 2021)
    • Übersetzer: Sabine Lohmann
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453273575
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453273573
    • Originaltitel: A Town Called Solace
    • Genre: Gegenwartsliteratur

     

Heyne Kurzbeschreibung:
In der idyllischen Kleinstadt Solace ist ein Teenager spurlos verschwunden. Die siebenjährige Clara ist untröstlich und wartet seit Tagen am Fenster auf die Rückkehr ihrer Schwester. Zu allem Unglück liegt auch noch ihre geliebte Nachbarin, die alte Mrs. Orchard, im Krankenhaus. Eines Abends zieht nebenan ein Fremder ein. Liam Kane wurde das Haus von Mrs. Orchard geschenkt, obwohl er kaum Erinnerungen an sie hat. Ist hier, im Norden Ontarios, ein Neuanfang für ihn möglich? Nach und nach erinnert sich Liam an seine eigene, von Verlust geprägte Kindheit. Und auch Mrs. Orchard stellt sich ihrer Vergangenheit. Denn vor dreißig Jahren gab es einen Vorfall, der für zwei Familien tragische Folgen hatte.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Gemeinsam mit der lieben Livia vom Blog "Samtpfoten mit Krallen" habe ich über WhatsApp diesen wunderbaren Herbstroman gelesen. Das Buch hatte ich schon einige Zeit auf meinem Sub und wann würde es besser passen, als zu dieser Jahreszeit.

"Im letzten Licht des Herbstes" ist ein ruhiger, aber sehr stimmungvoller Roman. Wir befinden uns im idyllischen Kleinstädtchen Solace in Kanada. Für die erst siebenjährige Clara steht die Welt Kopf. Ihre ältere Schwester Rose ist seit einigen Tagen spurlos verschwunden. Clara hängt an ihrer Schwester und steht jeden Tag am Fenster, um ihre Rückkehr nicht zu verpassen. Das Verschwinden von Rose wird zu einer großen Belastungsprobe für die ganze Familie. Die Mutter fällt in eine Depression und der Vater versucht irgendwie die Familie aufrecht zu halten. Als auch noch im Haus von Mrs. Orchard gegenüber, plötzlich ein Fremder einzieht, ist Clara verzweifelt. Sie soll doch Moses, den Kater der Nachbarin versorgen, seit diese im Krankenhaus liegt. Und warum wohnt in ihrem Haus plötzlich jemand Fremder?

Die Geschichte spielt in den 1970-iger Jahren und wird aus der Ich-Perspektive von Clara, Elizabeth (Mrs. Orchard) und Liam erzählt. Besonders berührt hat mich die Sichtweise der erst siebenjährigen Clara. Die Autorin versteht es ganz wunderbar, den drei Charakteren eine unterschiedliche Stimme zu geben und vorallem bei Clara den richtigen Ton zu treffen. Oftmals haben Autor:innen Probleme die Sichtweise von Kindern gekonnt darzustellen. Mary Lawson ist dies jedoch großartig gelungen. Ihre Sprache und ihr Verhalten wirken lebensecht und stimmig. Man spürt Claras Verzweiflung, ihr Pflichtbewusstsein und die Frage, wo Rose und Mrs. Orchard verblieben sind.
Letzere liegt im Krankenhaus und erkennt, dass sie nicht mehr viel Zeit hat. Sie lässt ihr Leben Revue passieren und denkt an die 1940-iger Jahre zurück, als sie glücklich verheiratet war. Doch ihr Glück ist nicht vollständig und ein schlimmer Vorfall verändert ihr Leben für immer. Dabei erfahren wir in Rückblicken, was damals passiert ist und warum Liam ein wichtiger Teil ihres Lebens war.  

Liam ist ein eher phlegmatischer Typ. Nach der Trennung von seiner Frau, verlässt er Toronto und steht vor einem Neuanfang. Was ihn in die kanadische Kleinstadt führt, erfahren wir vorallem aus den Erinnerungen von Elizabeth. Wie sich der Stadtmensch in Solace, wo jeder jeden kennt fühlt, wird mit einem kleinen Augenzwinkern erzählt.... 

Besonders der Schreibstil und die Poesie, die Mary Lawson in ihrer Geschichte verpackt hat, konnte mich überzeugen und hielt mich in der Handlung gefangen.
Obwohl der Roman ruhig erzählt wird, gibt es jede Menge Spannung, die meine Neugierde durchgehend geweckt hat. Was ist mit Rose passiert? Welches Drama gab es um Elizabeth? Kann sich Liam an seine Vergangenheit erinnern? Wie wird seine Zukunft aussehen? Jede Menge Fragen, die alle beantwortet werden. Ein Roman, der mich wunderbar unterhalten hat und den ich in einem Rutsch durchgelesen habe.

Cover:

von links nach rechts:
drei englischsprachige Titel, das litauische Cover, das italienische und das französische Cover. Meiner Meinung nach kann keines der Cover mit dem wunderschönen deutschsprachigen mithalten.
 
Fazit:
Dieser wunderbare Roman hat mich auf ganzer Linie positiv überrascht. Daher spreche ich gerne eine Lesempfehlung aus!


[Felix Blom] Der Schatten von Berlin- Alex Beer

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


     

    • Broschiert: 336 Seiten
    • Verlag: ‎ Limes Verlag; Originalausgabe Edition (18. Oktober 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3809027642
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3809027645
    • Genre: Historischer Krimi 
    • Reihe: ja - Band 2 der Felix Blom Reihe 

     

Limes Kurzbeschreibung:
Berlin, 1879: Der ehemalige Gauner Felix Blom und seine Geschäftspartnerin Mathilde Voss stehen kurz vor dem Bankrott. Da kommt den beiden Detektiven ein lukrativer Auftrag sehr gelegen: Sie sollen herausfinden, wer in die Gruft eines kürzlich verstorbenen Archäologie-Professors eingedrungen ist. Der Sarg wurde aufgebrochen, jedoch nichts gestohlen. Kurz darauf wird ein Kleinganove brutal ermordet, und die Fälle scheinen miteinander verbunden zu sein. Die Spur führt ausgerechnet zu Bloms einstigem Mentor, dem gerissenen Gangsterboss Arthur Lugowski. Felix und Mathilde ahnen nicht, dass sie bald zwischen die Fronten rivalisierender Banden geraten und Blom den Fall nicht nur mit legalen Mitteln lösen kann …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Ich empfehle bei Band 1 zu beginnen

Meine Meinung:
Was habe ich dem zweiten Teil von Felix Blom entgegen gefiebert! Ich hatte das Buch sogar noch vor Veröffentlichung in der Hand, doch an der Kasse wurde es mir wieder abgenommen. Sie hatten den Krimi irrtümlicher Weise zu früh aufgelegt und durften das Buch nicht verkaufen.....:(
So habe ich mir "Der Schatten von Berlin" dann bestellt, denn zum Datum der Veröffentlichung war ich nicht mehr mobil, um ihn im Buchladen kaufen zu können.

Felix Blom und Mathilde Voss haben zwar ihre Detektei gegründet, doch nachdem sie ihren ersten Fall erfolgreich gelöst haben, bleiben die zahlungsfähigen Kunden mit der Zeit doch wieder aus. Der Winter ist hart und die Menschen frieren und hungern. Die Nachricht, dass der Krögel abgerissen werden soll, erschreckt nicht nur die Bewohner des Viertels, sondern auch auch Felix und Mathilde, die ebenfalls ihre Bleibe verlieren würden. Da kommt ihnen doch noch ein Auftrag zu Hilfe. In der Gruft eines kürzlich verstorbenen Archäologie-Professors wurde eingebrochen und in Folge dessen Sarg aufgebrochen. Komischer Weise wurde aber nichts gestohlen. Blom ist jedoch misstrauisch geworden und beginnt Nachforschungen anzustellen. Dabei führen einige Spuren zu seinem Ziehvater Arthur Lugowski. Als eine grauenhaft verstümmelte Leiche gefunden wird, die aus den Reihen des Gangsterbosses stammt, kommt der Verdacht auf, dass jemand Lugowski auf die Zehen steigen will. Doch da wird eine weitere Leiche gefunden, die zur rivalisierenden Gang gehört...

Alex Beer hat sich wieder von einer tatsächlichen Meldung in der Berliner Gerichtszeitung anno 1879 inspirieren lassen. Basierend auf diesen Bericht hat sie ihre fiktive Geschichte rund um Felix Blom und Mathilde Voss aufgebaut. Die beiden sind ein richtig cooles Ermittler-Pärchen, welches mir immer mehr ans Herz wächst. Die Figuren sind, bis zum letzten Nebencharakter, sehr lebendig gezeichnet. Der Blick in die Bandenkriminalität dieser Zeit hat wieder sehr viel Spaß gemacht und hat mir spannende Stunden beschert. Das Tempo ist hoch und man fliegt nur so durch die Seiten.
Was ich aber besonders an den fesselnden historischen Krimis der Autorin liebe, ist die tolle Atmosphäre. Diese wird von der Autorin wieder absolut authentisch dargestellt. Man hat das Gefühl, dass man gemeinsam mit ihren Protagonisten im 19. Jahrhundert wandelt und die spannnenden Abenteuer direkt miterlebt.

Alex Beer hat mich wieder richtig an der Nase herumgeführt und immer wieder falsche Fährten gestreut. Zum Ende hin wird es extrem spannend. Felix hat sich einen ganz besonderen Clou ausgedacht, der meine Nerven gewaltig strapaziert hat.
Die Wartezeit auf den nächsten Band fällt wieder sehr, sehr schwer.....

Fazit:
Auch der zweite Band rund um den ehemaligen Meisterdieb Felix Blom und Mathilde Voss konnte mich wieder richtig überzeugen. Spannend, atmosphärisch und wieder absolut gelungen!

Die Reihe um Felix Blom:

  1. Der Häftling von Moabit  *Rezi*
  2. Der Schatten von Berlin

Kein guter Mann - Andreas Izquierdo

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


     

    • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
    • Verlag: ‎ DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; 1. Edition (19. September 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3832168176
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3832168179
    • Genre: Roman, Gegenwartsliteratur 

     

Dumont Kurzbeschreibung:
Walter ist Postbote und ziemlich gut darin, sich unbeliebt zu machen. Mit knapp sechzig wird er schließlich in die Abteilung für unzustellbare Briefe strafversetzt: in die Christkindfiliale der Post in Engelskirchen. Natürlich ist niemand schlechter für den Job geeignet als er. Eines Tages erreicht ihn ein Schreiben an den lieben Gott. Es stammt vom zehnjährigen Ben. Er will weder Handy noch Playstation, sondern nur wissen, wie man einen Klempner ruft. Walter antwortet vage und bekommt einen zweiten Brief, in dem Ben den lieben Gott ganz schön zusammenfaltet: Warum hilft er ihm nicht? Walter beginnt einen Briefwechsel mit Ben – selbstverständlich als Gott. Er erfährt immer mehr über das Leben des Jungen, der allein mit seiner depressiven Mutter lebt. Mehr als alles andere wünscht Ben sich einen Freund. Unterdessen naht Weihnachten, und Walter ist mit seinem eigenen Familiendrama beschäftigt: Die Beziehungen zu seinen Kindern sind kompliziert, geschieden ist er lange schon, und da ist diese schwere Schuld aus seiner Vergangenheit, die ihm einfach keine Ruhe lässt. Vielleicht kann Walter ja Ben helfen – und Ben Walter?

Meine Bewertung: * * * * *

♥♥♥ Lieblingsbuch-Status ♥♥♥

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Was für ein wundervoller und warmherziger Roman! Andreas Izquierdo ist wieder ein kleines Meisterwerk gelungen!

Walter ist Postbote aus Leidenschaft, jedoch mit den Menschen in seinem Umfeld kommt der knapp Sechzigjährige nicht wirklich gut aus. Das war früher anders...doch das ist lange her und das Leben hat es nicht wirklich gut mit Walter gemeint. Als er sich mit einem Renter in seinem Zustellbezirk immer wieder anlegt, soll er frühpensioniert werden. Walter wehrt sich dagegen, denn er kann sich eine Frühpension schlicht und einfach nicht leisten. Deshalb wird er vorerst nach Engelskirchen in die Christkindlfiliale strafversetzt. Dort soll er vorgedruckte Briefe in Umschläge stecken, doch auch bei seiner neuen Vorgesetzten eckt er bald an. Eines Tages stößt er auf den Brief von Ben, der nicht wie die anderen Kindern teure Weihnachtsgeschenke vom Weihnachtsmann einfordert, sondern der sich schlicht und einfach einen Freund wünscht. Seine unter Depressionen leidende Mutter kann sich  nicht wirklich um ihn kümmern und so fragt er zuerst kurzerhand den Weihnachtsmann nach einen Installateur, der den tropfendem Wasserhahn repariert. Walter ist neugierig und schreibt Ben nicht als Weihnachtsmann, sondern als Gott, zurück. Bald entsteht ein kleiner Briefwechsel, der beider Leben verändert.

Zu Beginn kann man einige kleine Gemeinsamkeiten zu "Ein Mann namens Ove" nicht leugnen. Walter ist rechthaberisch und grummelig, aber er hält viel von bestimmten Werten, die er auch von seinem Umfeld erwartet. Dabei spart der Autor nicht mit Humor und Witz und
zeichnet ein ganz spezielles Bild von Walter, welches man im Verlauf des Briefwechsels zwischen ihm und dem zehnjährigen Ben immer mehr revidiert. Walter und Ove ähneln sich nur anfangs kurz - danach geht "Kein guter Mann" aber einen ganz anderen Weg.

Neben dem Gegenwartsstrang erfährt man in Rückblicken über Walters traurige Kindheit, seine Jugend und Ehe und warum er als Postbote arbeitet. Dabei erlebt man ein wahres Wechselbad der Gefühle. Walters Leben hatte viele Höhen, aber noch mehr Tiefen. Je mehr man darüber erfährt, umso mehr schließt man ihn ins Herz und berührender wird die Handlung.

Der Schreibstil von Andreas Izquierdo ist bildhaft und liest sich wunderbar. Er haucht den Figuren Leben ein und gibt den Charakteren Ecken und Kanten. Mit großem Können verbindet Izquierdo Humor und Tiefgang. Neben der eigentlichen Handlung versteht er es, dem Leser Einblicke in ernste Themen wie Altersarmut, Depression, häusliche Gewalt und den oftmals verheerenden Auswirkungen von Social Media näher zubringen und einzubauen.
Izquierdo zeigt auf, wie schnell selbst Menschen aus dem eigenen Umkreis, sich lieber Gerüchten hingeben, statt genau nachzufragen und andere verurteilen. Selbst die eigene Familie, die Walter vertrauen und lieben sollte, lässt ihn im Stich und glaubt Gerüchten und der vorgefertigten Meinung der Medien. Ich war richtig wütend beim Lesen und konnte nicht glauben, dass niemand versucht der Wahrheit auf dem Grund zu gehen. Dabei wird die Geschichte weder rührselig, noch kitschig. Es macht eher traurig, dass wir in einer
Gesellschaft des vorschnellen Verurteilens und der oberflächlichen Betrachtung leben und uns viel zu wenig Gedanken darüber machen, welche Folgen daraus entstehen können.
Das Ende hat der Autor gut gewählt, auch wenn ich kurz mit den Tränen kämpfen musste....

Fazit:
"Kein guter Mann" ist herzerwärmend...aber keine Wohlfühlgeschichte. Der Roman hat Tiefgang und mich extrem berührt. Von mir gibt es eine große Leseempfehlung und seit langer Zeit wieder den ♥♥♥ Lieblingsbuch-Status ♥♥♥ !

Vielen Dank an Dumont für das Rezensionsexemplar!

Solothurn hüllt sich in Schweigen - Christof Gasser

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


     

    • Broschiert: 368 Seiten
    • Verlag: ‎ Emons Verlag (29. August 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3740818409
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3740818401
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Band 6 der Solothurner Kriminalpolizei


     

Emons Kurzbeschreibung:
Ein temporeicher Kriminalroman, bei dem Lokalkolorit auf globales Verbrechen trifft. Eine Informantin der Polizei erscheint nicht zu einem vereinbarten Treffen. Wenige Stunden später ist sie tot. Am Tag darauf wird am Aareufer die Leiche eines Mannes gefunden. Das einzig verbindende Element ist der Solothurner Ableger eines deutscharabischen Familienclans. Doch dieser hüllt sich in Schweigen. Um die Fälle zu lösen, muss Hauptmann Dominik Dornach auf die Hilfe bewährter Verbündeter zurückgreifen. Ausgerechnet jetzt holt ihn eine Affäre aus der Vergangenheit ein, die tragisch endete ...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Ich empfehle die Vorgängerbände zum besseren Verständnis zu lesen


Meine Meinung:
Der sechste Fall von Dominik Dornach benötigte etwas Zeit, um zu mir zu kommen. Ich erhielt zuvor ein ganz anderes Buch vom Verlag, dessen Cover diesem sehr ähnelte. Und bis dann alles abgeklärt war, dauerte der Postweg ebenfalls wieder sehr lange.
Der Krimi startet temporeich mit dem Auffinden der toten Studentin Vanessa Kurth, die als Informantin für die Polizei arbeitete. Kurze Zeit später wird eine unbekannte männliche Leiche gefunden. Vermehrt führen die Spuren zu Boran Baddour aus einem deutsch-arabischen Familienclan. 

Dominik und sein Team beginnen zu ermitteln. In diesem Teil bekommen sie eine neue Staatsanwältin vor die Nase gesetzt, die sich Dominik gegenüber sehr abweisend und kühl benimmt. Casagrande wird daher umso schmerzlicher vermisst.
Die Fäden scheinen bei einem Mafia Clan zusammenzulaufen. Auch diesmal ist Dominiks Tochter Pia wieder mit dabei. Sie hat die tote Studentin flüchtig gekannt und beginnt selbst zu recherchieren. Pia hat einen Teil ihrer polizeilichen Ausbildung fast abgeschlossen und findet sich bei ihren Nachforschungen schnell in einem Nest aus Drogen und Korruption wieder, was auch Dominik an seine Grenzen bringt.

Die Krimis des Schweizer Autoren lassen sich mit anderen aus diesem Genre nicht wirklich vergleichen. Sie sind immer hochaktuell und politisch brisant. Die Spannung erinnert eher an einen Thriller und der Autor hat auch keinerlei Bedenken einer der Hauptfiguren sterben zu lassen.
In diesem Krimi spricht Christoph Gasser vorallem die Clan-Kriege an, die sich immer mehr auch in westlichen europäischen Ländern, wie Schweden, häufen. Auch brisante Themen, wie der Ukraine Krieg, die Söldnergruppe Wagner und organisierte Kriminalität, finden in die Handlung. 

Der Spannungsbogen ist hoch und die Handlung wie immer temporeich und sehr komplex. Die Menge an Figuren ist ebenfalls beträchtlich. Dewegen würde ich empfehlen die Reihe von Band 1 an zu lesen.
Obwohl es auch wieder einige Einblicke in das Privatleben von Dominik und seiner Tochter gibt, bleibt die Krimihandlung im Vordergrund.

Auch wenn kein schweizer Dialekt verwendet wird, schwingt das Lokalkolorit immer mit. Man erfährt einige historische Hintergründe zu Solothurn, die perfekt in die Handlung miteinbezogen sind.
Am Ende befindet sich wieder
ein Glossar mit schweizer Begriffen, die man als Österreicher:in aber kaum oder nicht wirklich benötigt.

Was mir diesmal weniger gut gefallen hat, war eine Wendung, die der Autor bereits in einer der letzten Krimis angewandt hat. Einmal finde ich dies glaubwürdig, aber ein zweites Mal war mir diese Wendung einfach zu weit her geholt und unglaubwürdig. 

Fazit:
Wieder ein hochbrisanter und aktueller Krimi des Autors, der mich gefesselt hat. Die ganze Reihe ist wirklich etwas ganz Besonderes in diesem Genre.


Vielen Dank an den Emons Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar, sowie für die Geduld mit mir, betreffend der Falschlieferung und der langen Wartezeit für die Rezension durch meine Verletzung!

 Die Reihe um die Solothurner Kantonspolizei:

  1. Solothurn trägt schwarz 
  2. Solothurn streut Asche  *Rezi*
  3. Solothurn spielt mit dem Feuer   *Rezi*
  4. Solothurn tanzt mit dem Teufel  *Rezi*
  5. Solothurn blickt in den Abgrund  *Rezi*
  6. Solothurn hüllt sich in Schweigen  

 

[Sehnsuchtsjahre] Wo die Hoffnung leuchtet - Claudia Meimberg

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Taschenbuch: 471 Seiten
    • Verlag: ‎ Kampenwand Verlag (Nova MD); Erstauflage (22. August 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3986600736
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3986600730
    • Genre: Historischer Roman
    • Reihe: ja - Band 2 der Sehnsuchtsjahre Dilogie


Kawa Kurzbeschreibung:
Bonn, 1947. Während Deutschland neu aufgebaut wird, müssen die Freundinnen Helene und Theresa um ihr Glück kämpfen.
Helene denkt daran, Deutschland für immer zu verlassen. Theresa vermisst verzweifelt ihren Ehemann Bruno, der seit Jahren verschollen ist. Die Aussicht, auch ihre engste Vertraute zu verlieren, bereitet ihr große Angst. Als eine Nachricht aus Polen eintrifft und Theresa den charmanten Briten Henry kennenlernt, wendet sich das Blatt für die Frauen. Beide schöpfen Hoffnung auf ein besseres Leben. Doch der Krieg hat überall Spuren hinterlassen – und Helene und Theresa ahnen nicht, wie fest ihre Schicksale miteinander verwoben sind.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Die Rezension zu diesem Buch hatte ich vor meinem Sturz fast fertig und wollte ich an diesem Abend des 5. Oktober fertig schreiben. Leider kam es nicht mehr dazu. Dafür kann ich euch diese heute schon präsentieren.

Der erste Band der "Sehnsuchtsjahre" Dilogie hat mich vor ein paar Monaten richtig begeistert. Es gab 5 Sterne für den tollen Auftakt, der für mich eigentlich abgeschlossen war.
Umso mehr habe ich mich gefreut, dass Claudia Meimberg eine Fortsetzung geschrieben hat.

Im zweiten Band ist, neben Helene und Daniel, auch Theresa eine der Hauptprotagonisten. Wir befinden uns 1947 in Nachkriegs-Deutschland. Die Menschen hoffen auf Aufschwung und ein besseres Leben. Doch Daniel und Helene möchten Deutschland den Rücken kehren und nach Amerika aufbrechen. Die Schiffspassage ist bereits gebucht, als Daniel einen folgenschweren Brief erhält...
Theresa hingegen vermisst ihren Ehemann Bruno, der als verschollen gilt. Als sie den Briten Henry kennenlernt, beginnt sie sich langsam zu öffnen und die Trauer um Bruno rückt mehr und mehr in den Hintergrund. Doch auch Theresa wird - wie Helene und Daniel - von ihrem Schicksal eingeholt...

Der erste Teil hat mich begeistert und war wirklich ein Highlight. Der Nachfolgeband hatte für mich jedoch einige kleine Längen und nahm mich anfangs nicht sofort gefangen. Doch von Seite zu Seite wurde ich immer mehr in die Geschichte gezogen und konnte ab der Mitte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Dramatisch und voller überraschenden Wendungen hat Claudia Meimberg den Handlungsverlauf perfekt aufgebaut. Sie verblüfft den Leser immer wieder mit neuen Situationen, mit denen man nicht gerechnet hat.
Die Nachkriegsatmosphäre ist sehr gut eingefangen. Man spürt die Sorgen und Nöte, aber auch die Hoffnung der Menschen auf einen Neubeginn und Normalität in ihrem Leben. Die Freundschaft zwischen Theresa und Helene bildet, neben der Beziehung von Helene und Daniel, den roten Faden der Handlung.

Der Schreibstil ist wieder emotional und mitreißend. Die Nachkriegszeit wird sehr bildhaft dargestellt. Die Figuren sind lebendig und haben Ecken und Kanten. Nicht alle Handlungen konnte ich jedoch nachvollziehen und am Ende gab es einen Punkt, den ich ziemlich unglaubwürdig fand.

Fazit:
Der zweite Band der Dilogie ist nicht ganz so stark, wie der Auftakt. Für mich war dieser eigentlich auserzählt. Trotzdem konnte mich auch "Wo die Hoffnung leuchtet" nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder begeistern. 

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

Die Sehnsuchtsjahre Dilogie:

  1. Was wir im Dunkeln sehen *Rezi*
  2. Wo die Hoffnung leuchtet

Unfreiwillige Blogpause

 Meine lieben Bücherwürmer!


Vielleicht ist es einigen von euch aufgefallen, dass es hier sehr ruhig geworden ist. Das hat auch einen Grund:
Ich habe mir am 5. Oktober bei einem Sturz den rechten Oberarm und die Schulter gebrochen.
Ich kann nicht wirklich tippen und schreibe hier mit der linken Hand und einem Finger.

Ich habe jetzt massenhaft Zeit zum Lesen - aber kann keine Rezensionen schreiben. Ich weiß noch nicht, wie das die nächste Zeit auf meinem Blog aussehen wird, aber ich versuche alles zu rezensieren, was ich gelesen habe.

Der Bruch scheint Gott sei Dank unkompliziert zu sein und wächst gut zusammen. Ich werde wahrscheinlich meinen Gurt, der die rechte Hand an den Bauch schnallt und in einer Schlinge liegt, ziemlich sicher Ende Oktober wieder los sein....hoffentlich!

Bis hoffentlich bald...


Die letzte Nacht - Karin Slaughter

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
    • Verlag : ‎ HarperCollins Hardcover; 1. Edition (25. Juli 2023)
    • Übersetzer: ‎ Fred Kintzel
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3365003703
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3365003701
    • Originaltitel: After That Night
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Band 11 der Georgia Reihe



HarperCollins Kurzbeschreibung:
Vor fünfzehn Jahren veränderte sich Sara Lintons Leben schlagartig, als sie nach einem Barbesuch brutal überfallen wurde. Mittlerweile hat sie es geschafft, das Trauma hinter sich zu lassen: Sara ist erfolgreiche Ärztin und mit einem Mann verlobt, den sie liebt. Doch eines Nachts, während sie in der Notaufnahme arbeitet, verändert sich alles. Eine junge Frau wird nach einem Überfall schwer verletzt eingeliefert, und Sara muss um ihr Leben kämpfen. Je weiter die Ermittlungen unter der Leitung von Will Trent fortschreiten, umso klarer wird es, dass das, was dieser Frau zugestoßen ist, auf grausame Weise mit Saras eigenem Schicksal zusammenhängt. Sara Linton muss sich ihrer Vergangenheit stellen ...

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Puh, gefühlt ist es schon eine halbe Ewigkeit her, dass ich den letzten Thriller aus der Georgia Reihe von Karin Slaughter gelesen habe. Die letzten Bücher der Autorin waren größtenteils Stand alones und irgendwie fehlen mir auch die Bände von Teil 7 an bis 10 der Georgia Reihe....hm. Allerdings werden diese auch unterschiedlich aufgelistet....egal...es war trotzallen wieder toll Sara Linton und Will Trent nach längerer Zeit "wieder zu begegnen", auch wenn mich "Die letzte Nacht" nicht ganz überzeugen konnte.

Sara und Wilbur stehen kurz vor ihrer Hochzeit, als eines Nachts eine junge Frau in die Notaufnahme des Grady Hospitals gebracht wird, die durch eine Vergewaltigung schwer verletzt unter Saras Händen stirbt. Dieser Vorfall weckt in Sara Erinnerungen, die sie lange Jahre verdrängt hat. Vor fünfzehn Jahren wurde sie selbst vergewaltigt und der Tod der jungen Frau wirft sie kurzfristig aus der Bahn. Der Vorfall scheint nämlich auf grausame Weise irgendwie mit ihrer Vergangenheit zusammenzuhängen....

Sara muss als Zeugin beim Prozess gegen den Sohn eines ehemaligen Kommilitonen aussagen. Er wird angeklagt, die junge Frau, die damals schwer verletzt in die Notaufnahme gekommen ist, unter Drogen gesetzt und vergewaltigt zu haben. Einige Hinweise ergeben, dass dies nicht der erste derartige Fall ist, der auf diese Weise verübt wird. Die Frauen werden zuerst gestalkt, dann unter Drogen gesetzt und vergewaltigt. Will, Faith und Sara beginnen ohne Auftrag zu ermitteln....

Das Thema ist etwas heikel und könnte Leserinnen triggern. Allerdings erfährt man schon im Klappentext, dass es im neuen Thriller um Vergewaltigungen geht....also wer genau liest, weiß um den Inhalt.
Die ersten Kapitel sind spannend, jedoch ziehen sich die fast 600 Seiten insgesamt doch etwas. Vorallem in der Mitte hatte ich oftmals das Gefühl, nicht wirklich etwas Neues zu erfahren. Dafür erhalten wir viele Einblicke in Saras Vergangenheit und in viele kranke Gehirne.
Karin Slaughter taucht tief in die Abgründe der menschlichen Seele. Die Atmosphäre ist bedrückend und teilweise aggressiv. Die Kaltblütigkeit, die hier gegenüber Frauen angewandt wird, ist teilweise schwer zu verdauen.

Meine Thriller-Leidenschaft wurde eigentlich vor Jahrzehnten durch Karin Slaughter geweckt. Mittlerweile überzeugen mich ihre Thriller leider nicht mehr richtig.
Obwohl ich Will nun schon einige Bücher lang kenne, bleibt er mir nach wie vor ein bisschen fremd. Er hat viele Facetten und schlüpft sehr schnell in eine andere Rolle. Ein wirklicher Sympathieträger ist er für mich aber noch nicht wirklich geworden.

Die Sprache ist teilweise wieder rauh und eher einfach. Viele überraschende Wendungen lassen den bereits in Gedanken gefassten Verdacht schnell wieder ad acta legen. Einige Auflösungen fand ich jedoch nicht wirklich logisch. Die zahllosen langen Dialoge und die teilweise sehr detaillierten Passagen nehmen dem Thriller ebenfalls die Spannung. Da ich Slaughter's Bücher aber schon so lange lese und vorallem mit ihren ersten Teilen meine Liebe zum Genre erst so richtig geweckt wurde, vergebe ich drei Sterne.

Cover:

von links nach rechts:
die englischsparchige Ausgabe, die dänische, portugiesische, niederländische und nochmals eine englischsprachige Ausgabe

Fazit:
Nicht unbedingt das beste Buch der Autorin. Mir fehlte es hier generell an Spannung. Zweihundert Seiten weniger und ein mehr stringenter Aufbau hätten mir besser gefallen. Ob ich die Reihe weiter verfolgen werde, weiß ich noch nicht...

Vielen Dank an das Bloggerportal von HarperCollins für das Rezensionsexemplar!

[Club Paradies] Im Licht der Freiheit - Caren Benedikt

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Broschiert: 480 Seiten
    • Verlag: ‎ Blanvalet Verlag; Originalausgabe Edition (13. September 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 376450773X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3764507732
    • Genre: Familiensaga
    • Reihe: ja - Band 2 der Club Paradies Dilogie



Blanvalet Kurzbeschreibung:
Maria Borchardt ist nicht mehr dieselbe Frau seit diesem schrecklichen Weihnachten 1976. Seit die Polizei an der Tür der Villa Borchardt geklingelt und der Staatsanwalt ihr den Durchsuchungsbeschluss präsentiert hat. Und seit sie erfahren hat, dass ihr Mann Hanns Borchardt in betrügerische Machenschaften verwickelt war. Aber jetzt ist keine Zeit, sich selbst zu bemitleiden. Sie muss aus eigener Kraft ihr Leben wieder aufbauen. Und sie ist nicht allein. Klaus Schröder, der Familienanwalt, war schon immer auf ihrer Seite und auch jetzt tut er alles, um ihr zu helfen, während ihre Tochter Hanna ihren ganz eigenen Weg geht ...

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Der zweite Band der Reihe um die Familie Borchardt schließt nahtlos an den Vorgänger an. Nachdem der Schluss des ersten Bandes mit einem Knalleffekt endete, steht Maria Borchardt nun vor den Trümmern ihres Lebens. Sie hat alles verloren und kann kaum fassen, dass ihre Ehe mit Hanns anscheinend nur aus Lügen bestanden hat. Die "sogenannten" Freunde wenden sich von ihr ab. Nur ihre beste Freundin Uschi und Familienanwalt Klaus Schröder stehen ihr zur Seite.
Tochter Hanna hat zusätzlich noch Probleme mit ihrem Arbeitgeber und kündigt ihren Job. Sie sucht neue Herausforderungen und findet sie bei Cord, den sie im Club Paradies kennenlernt. Holger Borchardt verstrickt sich immer mehr in seiner Liebe zu Monika, die aktives Mitglied der RAF ist....

Durch den nahtlosen Übergang vom ersten Band, der erst im März erschienen ist, war ich sehr schnell wieder mitten im Geschehen. Auch diesmal stehen über den einzelnen Kapiteln Zitate der handelnden Protagonisten. So erfahren wir, aus welcher Sicht wir lesen, denn die Geschichte wird wieder abwechselnd aus der Sicht von Maria, Hanna, Holger und Lea erzählt. Dies bringt uns den Figuren näher.
Vorallem Maria erwacht aus ihrer Erstarrung und beginnt ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen - und zwar ganz anders, als die letzten dreißig Jahre. Sie hat mir imponiert, auch wenn ich fand, dass sie doch noch so einige Möglichkeiten hätte, etwas aus ihrem Leben zu machen. Mittellos war sie nicht wirklich und der Wandel bzw. die Art, wie sie wieder zurück ins Leben fand, empfand ich etwas einfach gestrickt. Trotzdem ist es bewundernswert, was sie aus ihrer Lage gemacht hat. Auch das Verhältnis zu Hanna wird nach dem Tod des Vaters viel besser.
Einzig Holger driftet ab. Die Autorin zeigt sehr eindringlich, wie Menschen zu neuen Überzeugungen gelangen und radikalisert werden. Dazu spricht sie auch noch im Nachwort, was ich sehr interessant fand.

Auch Lea steht an einer Wegkreuzung in ihrem Leben und versucht herauszufinden, in welche Richtung sie abbiegen möchte. Für mich war sie die stärkste Figur der Dilogie. Sie konnte sowohl Maria, als auch Hanna inspirieren. Generell stehen hier die starken Frauen im Vordergrund.

Der Schreibstil ist wie immer sehr gut lesbar, der Zeit angepasst, dialoglastig und bildhaft. Ich mag die Bücher von Caren Benedikt sehr...egal unter welchen Pseudonym sie schreibt.
Große Themen sind die RAF und das Aufkommen der sogenannten Aufklärungsfilme, wie der "Schulmädchenreport" und den Run auf die Kinos und im weiteren Verlauf die Entstehung von Videotheken. Heutzutage wäre dies unmöglich...allerdings hat sich die Welt der Filme auch sehr verändert. Den Videos folgten die DVDs und nun wird gestreamt. Ich finde es aber schön, dass Kinos noch immer erhalten geblieben ist.

Im Nachwort erzählt die Autorin noch über Personen dieser Zeit, an die sie ihre Figuren angelehnt hat. Auch wichtige politische und gesellschaftliche Themen dieser Zeit werden angesprochen. 

Trotz all dieser interessanten Themen hat mich dieser Band nicht komplett überzeugt und bleibt auch hinter dem ersten Buch der Dilogie in meiner Bewertung ein klein bisschen zurück.

Fazit:
Eine Familiengeschichte mit Höhen und Tiefen, die in den Siebziger Jahren spielt und uns viele Facetten dieser Zeit näher bringt. Spannend erzählt, aber für mich um einiges schwächer als die Grand Hotel Trilogie.

Die Club Paradies Dilogie:

  1. Im Glanz der Macht  *Rezi*
  2. Im Licht der Freiheit

Mein Lesemonat September

 Hallo liebe Bücherwürmer!

Der September war privat für mich ein nicht wirklich guter Monat.
Es fing damit an, dass ich am 1. September meine geliebte Katze Mika einschläfern lassen musste.
Unsere Mika gehörte seit 19 Jahren und 4 Monaten zu unserer Familie und begleitete uns wirklich lange Zeit - und doch ist diese immer wieder viel zu kurz. Wir vermissen sie sehr!

2004 - 2023

Dann ging es mit gesundheitlichen Problemen bei mir weiter und es gab wahnsinnig viel Stress in der Arbeit, die bis jetzt anhält. Momentan bin ich nur arbeiten und dazwischen diverse Arzttermine ausmachen oder sie teilweise schon zu erledigen. Die meisten stehen dann aber für Oktober und auch noch für den November an.

Das Beste am September war das Wetter. Es gab herrliches Sommerwetter...nicht einmal Spätsommer, denn die Temperaturen waren tagsüber immer zwischen 25°C und 30°C Grad. Nur abends kühlte es schon wirklich ziemlich ab...oftmals bis 8°C. Und das Aufstehen am Morgen fällt auch schon schwerer, da es noch dunkel ist, wenn mein Wecker läutet.


Ich habe im September 12 Bücher gelesen und rezensiert. Insgesamt waren es 4.288 Seiten...viel weniger Seiten als üblich! Aber ich bin froh, dass ich überhaupt diese 12 Bücher geschafft habe.

Irgendwie war der September der Monat der Reihenabschlüsse. Auch genremäßig gab es etwas leichtere Lektüre. Die Qualität der Geschichten war diesmal dafür wirklich sehr gut! Die "schlechteste" Bewertung war 3 1/2 Sterne.
Es waren vier Liebesromane, vier historische Romane aus der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts (ich tu mir immer ein bisschen schwer diese als "historisch" zu betrachten), eine Familiensaga, ein Krimi und ein Regionalkrimi, sowie ein magisches Jugendbuch. Diesmal fehlen die Thriller....die kommen aber sicher im Oktober wieder ;)

Es gibt zwei 5 Sterne Bücher, wobei ich die Trilogie "Geteiltes Land" von Farina Eden komplett mit 5 Sternen bewertet habe! Alle drei Bände sind jeder auf seine Weise einfach großartig!


**********************************************

September:

  1. Hör auf dein Herz, auch wenn es stolpert - Heike Abidi  (288 Seiten) 4 1/2 Sterne
  2. Die Reporterin: Worte der Wahrheit - Teresa Simon  (432 Seiten)  5 Sterne
  3. Die Zitronenblüten von Amalfi - Rpberta Gregorio  (320 Seiten)  4 Sterne
  4. Zeiten der Versöhnung - Carmen Bellmonte  (512 Seiten)  4 1/2 Sterne
  5. A Place to Shine - Lilly Lucas  (384 Seiten)  4 Sterne
  6. Geteiltes Land: Zwischen Hoffnung und Aufbruch - Farina Eden  (352 Seiten)  5 Sterne
  7. Most und Mord - Tim Eckhaus  (240 Seiten) 4 Sterne
  8. Die Freiheit so nah - A.A. Kästner (336 Seiten)  4 Sterne
  9. Beat Girls: Die Bühne gehört uns - Anika Schwarz (382 Seiten)  4 1/2 Sterne
  10. Ein Hund für zwei - Thorsten Steffens  (258 Seiten)  4 1/2 Sterne
  11. Wer das Vergessen stört - Tessa Duncan (432 Seiten)  4 Sterne
  12. Das Antiquariat der verlorenen Dinge - Daphne Mahr  (352 Seiten)  3 1/2 Sterne
    Gesamtseitenanzahl September: 4.288
_______________________________________________

Mein Highlight im September


Wie schon oben erwähnt, ist diese Trilogie von Farina Eden um die deutsche Geschichte, ausgehend vom Beginn des Mauerbau's bis zum Fall, einfach großartig!
___________________________________________________

Leider bin ich bei der Weltenbummler Challenge diesmal auch extrem schlecht, weil ich fast nur in Deutschland unterwegs war und man dafür nur 1 Punkt pro Buch erhält :(
Unten sieht es zwar anders aus, aber wenn bedenkt, dass ich in den anderen Ländern jeweils nur 1x unterwegs war, dann sieht man, wie oft ich Deutschland als Setting hatte.
Das hat mich leider nun extrem zurückgeworfen...

Wie war euer September so? Ich hoffe er war privat und buchtechnisch besser (was die Menge angeht...qualitativ war er ja sehr gut), als bei mir.

Meine Challenges:
Weltenbummler Challenge: 489 Punkte (+22)
besuchte Länder: 7  (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Österreich, Spanien und die USA)

 

Martinas Buchwelten Copyright © 2012 Design by Antonia Sundrani Vinte e poucos