Der Lavendelgarten - Lucinda Riley


    • Taschenbuch: 512 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (13. Mai 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3442477972
    • ISBN-13: 978-3442477975
    • Originaltitel: The Light Behind the Window
    • Genre: Roman

Amazon Kurzbeschreibung: 

Jahrelang hat Emilie de la Martinières darum gekämpft, sich eine Existenz jenseits ihrer aristokratischen Herkunft aufzubauen. Doch als ihre glamouröse, unnahbare Mutter Valérie stirbt, lastet das Erbe der Familie allein auf Emilies Schultern. Sie kehrt zurück an den Ort ihrer Kindheit, ein herrschaftliches Château in der Provence. Der Zufall spielt ihr eine Gedichtsammlung in die Hände, verfasst von ihrer Tante Sophia, deren Leben von einem düsteren Geheimnis umschattet war – einer tragischen Liebesgeschichte, die das Schicksal der de la Martinières für immer bestimmen sollte. Doch schließlich erkennt Emilie, dass es noch nicht zu spät ist, die Tür zu einer anderen Zukunft aufzustoßen …
 
Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Sommerchallenge

Meine Meinung:
Der neuerste Roman von Lucinda Riley hat meiner Meinung nicht umsonst die höchsten Wertungen, verglichen mit ihren beiden bereits ins Deutsche übersetzen Büchern "Das Orchideenhaus" und "Das Mädchen auf den Klippen". Auch ich fand ihn mit Abstand als die gelungenste Geschichte von allen dreien.
Leider - und deswegen gab es keine fünf Sterne - gibt es wieder erhebliche Unterschiede zwischen dem Teil, der in der Vergangenheit spielt, und dem der Gegenwart.

Hat mich die Geschichte rund um Constance, die im 2. Weltkrieg als Spionin nach Frankreich geschickt wird einfach nur mitgerissen und verzaubert, so war mir die Handlung um Emilie, die nach dem Tod ihrer Mutter Valerie, nun die Letzte aus der Linie der "de la Martinières" ist und das Stadthaus in Paris und das Familienchâteau in der Provence erbt, viel zu platt und vorhersehbar. 

Emilie, eine alleinstehende Frau und Besitzerin einer Tierarztpraxis hat immer unter der Missachtung ihrer Mutter gelitten. So wurde aus ihr eine sehr unselbstständige Frau voller Selbstzweifel. Ihre Mutter hinterlässt ihr jede Menge Schulden und so sieht sich Emilie verpflichtet das Stadthaus zu verkaufen und beginnt mit der Renovierung des baufälligen Châteaus mit dem sie viele Erinnerungen, vorallem an ihrem geliebten Vater, verbindet. Als sie Sebastian Carruther, einen Galeristen, kennenlernt, bietet ihr dieser Hilfe bei der Verlassenschaft an. Er erzählt ihr von seiner Großmutter Constance, die mit Emilie's Vater befreundet war und damals im Château gelebt hat. Sebastian hilft ihr beim lästigen Papierkram und beauftragt auch die Renovierungsarbeiten. Und schon bald kommen sich die Beiden näher, heiraten und ziehen nach Blackmoor Hall in Yorkshire, England, dem Familiensitz der Carruthers. Dort lebt auch Sebastians Bruder Alex, der nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Das Verhältnis der beiden Brüder ist alles andere als herzlich und bald verbringt Emilie ihre Tage alleine im düsteren Haus, denn Sebastian ist zunehmend in London beschäftigt....

Hier war mir eigentlich schon von Beginn an klar was passieren wird und was so hinter Sebastian und Alex steckt. Auch die Naivität von Emilie nervte mich etwas. 

Die Geschichte aus der Vergangenheit beginnt nachdem Emilie bei der Sanierung des baufälligen Châteaus Gedichte von Sophie de la Matinière - ihrer Tante, findet. Sie war die Schwester ihres Vaters, der sie jedoch Emilie gegenüber nie erwähnt hat. Daraufhin fährt sie in die Provence ins Château. Der alte Winzer Jacques, der schon seit Generationen die Weinberge der Familie de la Matinière bewirtschaftet, beginnt ihr nach und nach zu erzählen...
London, im Kriegsjahr 1943: Constance Carruthers, deren Ehemann als vermisst gilt, wird als SOE-Agentin rekrutiert. Nach einer strikten Ausbildung wird sie nach Frankreich geflogen, um ihre Mission zu erfüllen. Doch ihre Kontaktperson ist nicht am Treffpunkt und nach und nach erfährt Constance, dass die Deutschen den Stützpunkt ausgehoben und viele Widerstandskämpfer verhaftet haben.Durch die unvorhergesehenen Ereignisse hat Connie nur mehr eine Kontaktadresse: jene von Édouard de la Martinières und seiner blinden Schwester Sophia. Doch in seinem Haus ist es unmöglich als Spionin zu arbeiten und so verläuft ihr Leben komplett anders, als erwartet. Ihr Gönner engagiert sich ebenfalls für ein baldiges Ende des Krieges, jedoch unter dem Deckmantel eines Nazifreundes. Er pflegt Kontakte zu Männern der Gestapo, besonders zu den Brüder Falk und Frederik von Wehndorf, die bald Interesse an Édouards Schwester Sophia, als auch an ihrer "Gesellschafterin" Connie finden. Und so lebt Constance zwar in Wohlstand, während draußen der Krieg tobt, fürchtet jedoch jeden Tag, dass ihre wahre Identität auffliegt.

Neben den wunderbaren Charakteren aus dieser Zeit, den Kriegswirren und den tollen Landschaftsbeschreibungen, fesselt diese Geschichte während des zweiten Weltkrieges, ungemein. Hier flogen die Seiten beim Lesen nur so dahin. Jedoch wechselte die Autorin immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit, um den Spannungsbogen zu halten.
Die Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart  - bis hin zum sehr passenden Ende - ist Lucinda Riley wirklich gelungen. Sie versteht es ausgezeichnet, die vielen Geschehnisse und Erzählstränge letztendlich zu einem roten Faden zu  verbinden.


Cover:



Interessanter Weise habe ich ein zweites englischsprachiges Buch mit fast identischen Titel zur deutschen Ausgabe auf einem amerikanischen Blog gefunden. Ich finde den Titel etwas irreführend, denn ein Lavendelgarten kommt im Buch nicht vor. Auf diesen Buch kann man aber eine Art Chateau erkennen, wo bei der deutschen Ausgabe wieder nur eine Treppe abgebildet wurde, wie schon beim Orchideenhaus. Finde ich etwas einfallslos...

Schreibstil:
Leicht und flüssig, wobei jedoch der Teil in der Gegenwart nicht so gut punkten kann. Die Charaktere sind

Fazit:
Eine wunderbare und berührende Geschichte, die von mir fünf Sterne bekommen hätte, wäre der Teil, der in der Gegenwart spielt, nicht so viel schlechter. Trotzdem ein lesenswerter Roman, der mich verzaubert hat und den ich gerne weiterempfehle!



Filmpremiere "Die Chroniken der Unterwelt"




Meine Tochter und ich waren gestern bei der Premiere von "Die Chroniken der Unterwelt". Da ich das Buch noch nicht gelesen habe (was ich aber definitiv nacholen werde!) kann ich noch keinen Vergleich zum Buch anbieten. Wer jedoch schon wissen will was Nina dazu meint, dann klickt euch rein auf ihren Bücherblog unter: http://books-summertime.blogspot.co.at/
Viel Spaß!
Wir sind beide schon sehr auf EURE Meinungen gespannt!!!!!

S Spur der Angst - Lisa Jackson


    • Taschenbuch: 592 Seiten
    • Verlag: Knaur HC (2. Mai 2013)
    • ISBN-10: 3426213664
    • ISBN-13: 978-3426213667
    • Originaltitel: Without Mercy
    • Genre: Thriller

Amazon Kurzbeschreibung: 
In einem einsam gelegenen Internat geschieht ein Doppelmord. Bei seinen Ermittlungen trifft Detective Cooper Trent auf seine Ex-Geliebte Jules. Die attraktive Lehrerin ist in größter Sorge, denn auch ihre jüngere Schwester gehört zu den Internatsschülern. Als ein Blizzard die Schule komplett von der Außenwelt abschneidet, beginnt eine atemlose Jagd nach dem Killer, die Jules`Leben dramatisch verändern wird …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Krimi-/Thriller Cover Challenge

Meine Meinung:
Lisa Jackson gehört zu meinen Lieblings-Thriller-Autorinnen, jedoch weiß man nie, ob man eines ihrer sehr guten Thriller oder nur einen mittelmäßigen vor sich hat, so verschieden sind ihre Bücher.
"S Spur der Angst" gehört zu keiner der Reihen (New Orleans-Reihe, Savannah-, Westcoast- oder Montana-Reihe), jedoch kommt Detective Cooper Trent aus Grizzly Falls, dem Ort aus der Montana-Reihe vor. Es gefällt mir eigentlich ganz gut, dass man bei Jacksons Thrillern immer wieder auf bekannte Namen trifft.

Unsere Hauptprotagonistin ist Jules, eine geschiedene arbeitslose Lehrerin, die sich als Kellnerin über Wasser hält. Nach dem Mord an ihrem Vater, den sie blutüberströmt gefunden hat, leidet sie unter Albträume und schweren Migräneanfällen, war in psychiatrischer Behandlung und kann ihren Lehrerjob noch nicht nachgehen. Ihre kleine Halbschwester Shay ist seit dem Vorfall ebenfalls total von der Rolle und bringt sich von einer Schwierigkeit in die Nächste. Ihre letzte Chance - statt einer Jugendhaftstrafe - ist die Blue Rock Academy, ein abgelegenes Internat für straffällige Jugendliche. Während ihre Mutter Shay in die einsam gelegene Schule bringen will, ist Jules dagegen. Sie hat kein gutes Gefühl bei dieser von Direktor Reverend Tobias Lynch geleiteten Eliteinstitut, wo vor einem Jahr ein Mädchen verschwunden ist und eine Lehrerin ihren Posten, wegen angeblicher sexueller Belästigung, verlor. Die Vermutung erweist sich bald als richtig, als Shay panisch bei ihr anruft und ihr von seltsamen Vorgängen berichtet. Als eine Lehrerin gesucht wird, meldet sich Jules und trifft kurz nach einem weiteren Mordfall im Internat ein. Überraschender Weise trifft sie dort auf einen alten Bekannten: Trent Cooper, ihren Exfreund. Auch er ist als Sportlehrer eingestellt und ermittelt Undercover für die Eltern der verschwundenen Schülerin. Als ein Blizzard die Schule total von der Außenwelt abschneidet, wird die nächste Leiche gefunden und Jules und Trent tappen noch immer im Dunkeln. Und die Zeit läuft ihnen davon.....

Irgendwie spielen Lisa Jacksons romantische Thriller immer im Winter und immer während eines Schneesturmes :) Das einsam entlegene Internat erinnerte mich sofort an meinen letzten Thriller von Tess Gerritsen "Abendruh". Auch hier ging es um ein ähnliches Institut nur umgeben von viel Natur und Kindern, die bereits einen Mordanschlag überlebt haben. Verglichen mit "Abendruh" kommt "S Spur der Angst" nicht so gut weg. Punkto Spannung kann das Buch sehr wohl mithalten und hätte von mir auch  4 1/2 Sterne erhalten. Doch gab es einige Schwächen, die mich abhalten, mehr als 4 Sterne zu geben.
Zu Beginn wird immer wieder wiederholt, dass Jules bei der Schule kein gutes Gefühl hat. Das beginnt schon BEVOR der Leser überhaupt erfährt, dass dort ein Mädchen verschwunden ist und eine Lehrerin suspendiert wurde. Diese ewigen Wiederholungen gingen mir langsam echt auf die Nerven...als müsste die Autorin den Leser überzeugen, dass es sich hier wirklich um eine geheimnisvolle Institution handelt.
Auch die erste Auflösung vor der großen Wende und dem Finale (mehr kann ich dazu wegen Spoilergefahr leider nicht sagen) fand ich nicht logisch bzw. etwas an den Haaren herbeigezogen. Hier blieben mir einige Fragen unbeantwortet. Dafür überraschte mich das Ende umso mehr und ließ mich etwas sprachlos zurück.

Die Charaktere wurden sehr eindrucksvoll beschrieben, wobei Jules sehr sympathisch rüberkommt. Auch unser "Held" Trent ist ein richtig Guter. Beim Rest der Belegschaft verwirrten mich die vielen Namen manchmal doch etwas und ich hatte ein wenig Schwierigkeiten jeden Lehrer und Schüler seinen Charakter zuzuordnen.

Cover:



Das mittlere Cover ist ein australisches, bei den beiden links und rechts fand ich jeweils nur Dollarangaben und kann jetzt nicht sagen, ob beide amerikanische Cover sind oder eines davon ein englisches.
Auf jeden Fall gefällt mir diesmal das deutsche Cover mit Abstand am Besten und es hat auch den größten Bezug zum Inhalt, denn das blutgetränkte "S" wurde bei allen Mordfällen hinterlassen.

Schreibstil:
Lisa Jackson bzw. ihre Übersetzerin haben diesmal etwas in die untere Schublade punkto Ausdrücke gegriffen. Die teilweise etwas vulgäre Sprachweise  deutete ich jedoch auf den typischen Sprachjargon der vorbestraften Internatsschüler. Sonst war der Schreibstil gewohnt flüssig und spannend.

Fazit:
Ohne die bereits erwähnten Mängel oder Inhalte, die mich störten, war dieser Thriller spannend aufgebaut und enthielt eine wirkliche Überraschung am Schluss. Für Jackson Fans ein Must-Read, für die restlichen Thriller Leser ein gutes Buch mit kleinen Schwächen.


In Memorian: Wolfgang Herrndorf

Hallo liebe Blogger!

Gerade eben lese ich die Nachricht, dass Wolfgang Herrndorf an seinem Krebsleiden verstorben ist.
Viele von euch habe "Tschick" gelesen und ich denke, den meisten hat es so gut gefallen wie mir. Nun ist der Schriftsteller mit nur 48 Jahren gestorben und mir fehlen im Moment etwas die Worte. 
Denn
  • erstens ist es immer schlimm, wenn man schon in diesem Alter sterben muss
  • zweitens finde ich Krebs einfach Schei.... 
  • und drittens hätte ich gerne noch mehr von ihm gelesen!

Foto: dpa/Patrick Seeger
Hier ein link zu gmx, wo ich gerade den Bericht gelesen habe. 
Der Familie wünsche ich viel Kraft und Stärke die kommenden Tage und Wochen....


Unbekannt verzogen - Tom Winter

     
    • Taschenbuch: 281 Seiten
    • Verlag: Insel Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (11. März 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3458359168
    • ISBN-13: 978-3458359166
    • Originaltitel: Lost and Found
    • Genre: Roman
Amazon Kurzbeschreibung: 
Carol hat es gründlich satt: Da ist sie mit einem Mann verheiratet, dessen Rumgejammer bei ihr beinahe Mordgelüste weckt, hat eine halbwüchsige Tochter, die ihr vorkommt wie ein Alien im eigenen Haus, und nun auch noch das – endlich hatte sie sich ein Herz gefasst, nach Athen abzuhauen, da macht das Schicksal ihr einen Strich durch die Rechnung. Und dann ist da Albert: Der Briefträger schlurft einsam und lustlos durchs Leben, seit seine Frau gestorben ist. Nicht mal seine selbstmordgefährdete Katze Gloria schenkt ihm so recht Beachtung. Und jetzt, kurz vor der Rente, wird er auch noch dazu verdonnert, unzustellbare Briefe zu sortieren. Er gehört wohl endgültig zum alten Eisen – doch plötzlich trudeln bei ihm Briefe einer anonymen »C.« ein, schlagartig fühlt er sich ihr verbunden wie einer alten Freundin und macht sich auf den Weg, sie zu finden …

Meine Bewertung: * * *

Buch zur ABC Challenge

Meine Meinung:
Die Inhaltsbeschreibung dieses Romans hatte mich überzeugt dieses Buch aus der Bücherei mit nach Hause zu nehmen. Alleine das Thema "Briefe" tat sein Übriges, denn seit meiner Kindheit habe ich Brieffreundschaften in der ganzen Welt. Auch wenn viele davon nicht mehr regelmäßig Kontakt halten und wir nur mehr über Mail oder Facebook kommunizieren, so sind manch wirklich tolle Freundschaften entstanden. Aber ich schweife ab....
Auch die Geschichte der beiden Hauptprotagonisten hörte sich interessant an und ich stellte mir einen teilweise unterhaltsamen Roman vor. Natürlich wusste ich durch den Klappentext, dass es auch um "Midlife-Crisis" und verlassen werden geht. Doch trotz des bösen, schwarzen englischen Humors hat dieses Buch eine sehr negative Grundstimmung. Deswegen musste ich in der Mitte des Buches etwas anderes leichtes, lustiges dazwischen lesen....so zog mich der Roman hinab. Denn Lesen bedeutet für mich vorallem (Ent-)spannung und Abschalten vom Alltag. Das ist mir bei diesem Buch nicht gelungen, da es zu viele pessimistische Töne hat.
Carol, eine der beiden Hauptprotagonisten, lebt ein Leben, das sie eigentlich hasst und von dem sie enttäuscht ist. Ihre Teenie-Tochter Sophie ist ihr fremd und ihren Mann Bob liebt sie nicht mehr. Am liebsten würde sie beide verlassen und ein neues Leben irgendwo anders beginnen. Oft denkt sie an ihre große Liebe und wie wohl ihr Leben ausgesehen hätte, hätte sie es mit ihm verbracht. Vielen Menschen, egal ob Mann oder Frau, tragen sich in der Mitte des Lebens mit ähnliche Gedanken. Sie hinterfragen, was sie in ihrem Dasein eigentlich bis jetzt richtig gemacht haben oder was aus ihren Wünschen und Träumen wurde. Carol ist sich sicher, dass sie den falschen Mann geheiratet hat und so nimmt sie sich vor die Beziehung zu beenden. Doch genau an diesem Tag erhält Bob die Diagnose Krebs und Carol ringt mit sich....In ihrem Frust schreibt sie Briefe ans Universum und steckt diese in den nächsten Briefkasten.....nur versehen mit einem Smiley =)

Albert, unser zweiter Hauptprotagonist, steht kurz vor der Pension. Er ist Postler und sein ganzes Leben besteht aus seiner Arbeit und seiner Katze Gloria. Seine Frau hat er schon früh verloren und sein Nachbar in der Altbauwohnung ist ein richtiger "Ungustl" .....ein unguter Geselle ;) für Nichtösterreicher. Er verhöhnt Albert sooft er nur kann. Als Albert Wochen vor seiner Pensionierung in die Abteilung "unzustellbare Post" gesteckt wird, arbeitet er auch dort zuverlässig und ohne zu Murren. Und eines Tages entdeckt er Carols Brief und liest und liest.....und kann es nicht erwarten, bald wieder Post von der Unbekannten C. zu bekommen. Und er beginnt über sein Leben nachzudenken....

Leider plätschert die Geschichte dann mehr oder weniger dahin. Hinsichtlich der Figuren dieses Romans bin ich zweigeteilter Meinung. Einerseits spielt hier der schräge Sarkasmus eine große Rolle, der mir das Lesen des Buches erleichtert hat und der die negative Grundstimmung hebte. Andererseits wurde ich mit keiner einzigen Person aus dem Buch so richtig warm. Teilweise konnte ich Carols Frust verstehen und auch die Zwickmühle, in der sie sitzt, andererseits waren mir viele ihrer Handlungen unverständlich. Auch Alberts war zwar ein netter Mann, aber so derartig vereinsamt, dass er einem mehr leid tat, als Sympathie zu spüren.
Manchmal sitzt man in einem Hamsterrad und kommt nicht raus; man möchte ganz was anderes tun und glaubt, man muss seine persönlichen Befindlichkeiten hinten anstellen. Trotzdem verstand ich nicht, wie man  beispielsweise das halbes Leben lang in einer Situation verharrt, in der man unglücklich ist und warum beide, vorallem Albert, sich keine anderen Dinge im Leben gesucht und nie versucht hat, seine Lage zu ändern.
Das Ende kommt dann allerdings aprupt und ließ leider einige Fragen offen, was ich so gar nicht abkann.

Cover:
 

Mir gefällt eigentlich auch das deutsche Cover sehr gut, aber die englischen sind viel schöner und beziehen sich viel mehr auf den Inhalt.
Auch finde ich den deutschen Titel nicht richtig, denn Carol hat nie eine Adresse auf ihre Briefe geschrieben und somit kann  dieser auch nicht mit "Unbekannt verzogen" abgestempelt werden.

Schreibstil:
Tom Winter's Schreibstil ist flüssig und geprägt von seinem schrägen Sarkasmus und durch die kurzen Kapitel lässt sich das Buch leichter lesen, auch wenn ich manchmal mit der Geschichte zu kämpfen hatte.

Fazit:
Ein tolles Thema, das der Autor hier aufgegriffen hat. Leider fand ich die tatsächliche Geschichte nur halb so gut und wurde mit den Personen nicht wirklich warm. Die sehr negative Grundstimmung des Buches trug nicht wirklich zur Lesefreude bei. Trotzdem regt es zum Nachdenken an...


Cinderella auf Sylt - Emma Bieling


    • Taschenbuch: 240 Seiten
    • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 2 (12. März 2012)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3746627990
    • Genre: Roman

Amazon Kurzbeschreibung: 
Cinderella fühlt sich vom Pech verfolgt. Sie ist pleite, der Vater ihres Kindes hat sie verlassen, doch sie plant einen neuen Anfang: ausgerechnet auf Sylt. Aller Anfang ist jedoch schwer. Sie hat kein Geld für eine Unterkunft und findet nur einen Job als Zimmermädchen. Und Tommy, ihr fünfjähriger Sohn, ist auch nicht immer ein Quell der Freude. Der Junge will etwas, das alle Kinder haben: einen richtigen Vater. Weil Cinderella sich geschworen hat, nie wieder einen Mann anzuschauen, schaltet sie kurz entschlossen eine Anzeige: "Vaterrolle auf Vierhundert-Euro-Basis" zu vergeben. Damit nehmen die amourösen Verwicklungen ihren Lauf. Eine anrührende Liebesgeschichte – nicht nur für Sylt-Fans!

Meine Bewertung: * * *
Buch zur ABC Challenge

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Buch zur Sommerchallenge


Meine Meinung:
Für die Sommerchallenge habe ich vor kurzem dieses Buch als Mängelexemplar erstanden. Ich erwartete einen lustigen und leichten Sommerroman, einfach zum abschalten und unterhaltend...und der war auch drinnen ;)  Trotzdem hätte ich doch ein bisschen weniger Vorhersehbarkeit gewünscht.

Cinderella...was für ein Name!....aber passend zu dieser modernen "Cinderella-Geschichte"....ist auf der Flucht vor ihrem Exfreund, dem Job, der fürchterlichen Stiefmutter.....einfach aus ihrem alten Leben. Und das ganz spontan und überstürzt! Ihr Ziel ist die Nordseeinsel Sylt, von der sie schon seit ihrer Kindheit träumt.
Gemeinsam mit ihrem fünfjährigen Sohn Tommy will sie hier einen neuen Job und eine Wohnung finden, doch wenn man spätabends ankommt und vorallem nichts geplant hat, dann ist das leichter gesagt als getan!
So verbringen die Beiden die erste Nacht auf dem Sofa in der Hotellobby des Nobelhotels "Sylter Sand". Auch das erste Vorstellungsgespräch verläuft nicht wie erhofft. Mit ein bisschen Hilfe bekommt sie allerdings einen Job als Zimmermädchen in genau den Hotel, in dem sie übernachtet hat. Auch eine neue Wohnung ist bald gefunden, doch Tommy ist mit der Situation nicht wirklich zufrieden. Das Einzige, was er sich wünscht, ist ein Papa! Und so schaltet Cinderella schließlich eine Anzeige für einen Vater auf 400 Euro Basis ;) Und der einzige Anrufer, der schnuckeligeMoritz, scheint genau der Richtige für den Job zu sein…

Schon beim Lesen dieser Zeilen, weiß man eigentlich, wie die Geschichte ausgeht und bei 240 Seiten ist das ja auch nicht wirklich verwunderlich. Zum Abschalten und die Seele baumeln lassen ist das Buch perfekt, doch war es mir etwas zu seicht und viel zu vorhersehbar. 

Schreibstil:
Der Schreibstil ist locker und flüssig. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind voll mit Humor, aber auch etwas Kitsch gefüllt.

Cover:
Gefällt mir sehr gut - passend zum Inhalt. So eine rote Herzerlbrille hatte meine Tochter mal mit ca. 2 Jahren ;)

Fazit:
Nett für zwischendurch. Kann man lesen, muss man aber nicht. Hätte mir mehr erwartet....


Göttlich verliebt - Josephine Angelini


    • Gebundene Ausgabe: 458 Seiten
    • Verlag: Dressler; Auflage: 1 (1. März 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3791526278
    • ISBN-13: 978-3791526270
    • Originaltitel: Goddess
    • Genre: Jugendbuch, Fantasy
    • Reihe: ja - Band 3


Amazon Kurzbeschreibung:
Ein zweiter Trojanischer Krieg steht unmittelbar bevor. Weil die Scions sich gegenseitig bekämpfen, liegt es allein an Helen, Lucas und Orion, neue Verbündete für ihr bislang größtes Gefecht zu finden. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Doch Helen kann deren Vertrauen zurückgewinnen und den unsterblichen Zeus in letzter Minute bezwingen. Aber was wird aus Helens ganz persönlichem Kampf um ihre Liebe zu Lucas? Um zu verhindern, dass die sterbliche Welt in die Hände der 12 unsterblichen Götter fällt, brauchen Helen, Lucas und Orion neue Verbündete. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Wie kann Helen deren Vertrauen zurückgewinnen? Womit lassen sich die Götter besiegen? Und was wird aus ihrem Kampf um die Liebe zu Lucas?

Meine Bewertung: * * undeinhalb

Buch zur Chaos Challenge AGAIN

Buch zur Sommerchallenge

Meine Meinung:
Viele werden jetzt ensetzt aufschreien, wenn sie meine Bewertung sehen, aber ich muss ehrlich zugeben: Ich habe mich wirklich durch das Buch gekämpft und geqäult....ähnlich der Protagonistin... und war knapp vorm aufgeben! Doch ich hatte Band 1 und 2 gelesen und wollte doch die Trilogie beenden. Band 1 "Göttlich verdammt" hatte mich ja nicht wirklich umgehauen, aber Band 2 "Göttlich verloren" fand ich spannend und interessant. Und nun stellte ich mir ein fulmanentes Finale vor und musste mich immer wieder zwingen weiterzulesen, so langweilig war die Geschichte! Es passierte einfach gar nichts!
Noch dazu wurde es auch immer verwirrender, was die Personen anging. Jeder Scion sieht aus wie jemand anderes.....Gott oder Trojaner....und doch sehen sie teilweise wieder ein ganz bisschen anders aus....geht es noch verwirrender?

Band 3 schließt nahtlos an Band 2 an. Helen kommt schwer verletzt aus der Unterwelt, genauso wie Orion und Lucas. Somit wurde die Prophezeiung erfüllt, dass Atlantis wieder auftauchen würde, sobald ein blutiger Kampf die vier Häuser zu einem einizgen vereinte. Der Krieg scheint also unmittelbar bevorzustehen!
Nach und nach stellt Helen fest, dass sie zu ihren alten Fähigkeiten noch neue dazu bekommen hat. Durch die Blutsbruderschaft mit Orion und Lucas hat sie teilweise Fähigkeiten der beiden Scions übernommen. Ihre neue Macht verunsichert nicht nur die anderen Scions, sondern besonders ihre alten Freunde.....

Das große Finale ist viel zu simpel und konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Es wurde zwar endlich spannend, aber das Ende war dann fast zu abrupt, ohne dass man genau wusste, was jetzt los war. 

Mir fehlten auch die wirklichen Emotionen. Ich konnte weder bei Helen, noch bei den Familienmitgliedern der Delos Familie, Verzweiflung nach dem Tod bestimmter Freunde/Verwandten fühlen. Die Charaktere waren allesamt blass. Passend zum Titel wurde die Geschichte auch noch ziemlich kitschig und klischeehaft. Es gab fast keinen Charakter, der sich nicht plötzlich in irgend jemand verliebte.
Auch Helen war mir nicht mehr richtig sympathisch und Lucas hatte sich charakterlich überhaupt nicht verändert....was hier nicht positiv gemeint ist. Man erwartet doch auch, dass sich die Charaktere in einer Trilogie langsam entwickeln...

Vielleicht bin ich einfach schon viel zu alt für diese Reihe, auch wenn ich hin und wieder gerne Jugendbücher lese. Aber hier gibt es wirklich gravierende Qualitätsunterschiede!
Vielleicht aber ist es mir auch zu Paranormal...zu viel Fantasy! Ich weiß nicht....
Mir ist jedenfalls nicht wirklich viel Positives zu diesem Buch in Erinnerung geblieben....

Cover:
Wieder wunderschön und in gold gehalten, passend zu den Vorgängerbänden. Ich finde die Cover sind das Schönste an der Reihe....

Schreibstil:
Wie gewohnt aus den anderen beiden Bänden.

Fazit:
Der Abschluss der Göttlich-Trilogie ist für mich eine herbe Enttäuschung. Großteils langweilig und ohne Emotionalität. Schade!



Büchereibesuch KW 34

Endlich hat die Bücherei wieder offen!!!
Gestern habe ich meine Bücher zurück gebracht und habe mir drei neue Romane mitgenommen. Auf einen davon habe ich schon lange gewartet...endlich war er da!!
Und zwei andere gingen dann noch mit.

Mein reserviertes Buch war dieser Thriller:

Tania Carver
Stirb, mein Prinz
Thriller
 Ein Marina-Esposito-Thriller (Buch 3)

Ein altes Haus soll abgerissen werden. Da entdecken die Arbeiter etwas Grauenhaftes im Keller: einen Käfig aus Menschenknochen. Und darin ein verwahrlostes Kind. Wer ist dieser Junge? Wer hat ihm das angetan? Mit ihren Ermittlungen stören Kommissar Phil Brennan und Profilerin Marina Esposito einen kaltblütigen Menschensammler, der seit mehr als dreißig Jahren einem grausamen Ritual folgt. Und dieser Killer duldet keine Einmischung. Er will den Jungen zurück.

 Dann freute ich mich sehr dieses Buch zu entdecken:

Lucinda Riley
Der Lavendelgarten
Roman

Jahrelang hat Emilie de la Martinières darum gekämpft, sich eine Existenz jenseits ihrer aristokratischen Herkunft aufzubauen. Doch als ihre glamouröse, unnahbare Mutter Valérie stirbt, lastet das Erbe der Familie allein auf Emilies Schultern. Sie kehrt zurück an den Ort ihrer Kindheit, ein herrschaftliches Château in der Provence. Der Zufall spielt ihr eine Gedichtsammlung in die Hände, verfasst von ihrer Tante Sophia, deren Leben von einem düsteren Geheimnis umschattet war – einer tragischen Liebesgeschichte, die das Schicksal der de la Martinières für immer bestimmen sollte. Doch schließlich erkennt Emilie, dass es noch nicht zu spät ist, die Tür zu einer anderen Zukunft aufzustoßen …

Und dieses hier ginng auch noch mit:

Anneke Mohn
Kirschsommer
Roman

Auch damals blühten die Kirschen. Endlich Sommer! Nur bei Jule herrscht schlechte Stimmung. Stress mit dem Freund, Stress in der Agentur. Als dann noch ihre geliebte Oma ins Krankenhaus kommt, quartiert Jule sich kurzerhand in Mielchens altem Haus an der Elbe ein. Sie macht sich im Garten nützlich, pflückt Kirschen und kümmert sich bereitwillig um den Übernachtungsgast. Denn Sebastian Hofstetten ist ihr gleich sympathisch. Der junge Klimaforscher untersucht mit Hilfe von Obst aus alten Weckgläsern die Veränderungen des Wetters. Jule will ihm helfen und sieht sich im Vorratskeller ihrer Oma einmal genauer um. Je weiter sie nach hinten vordringt, desto älter werden die Gläser. Und dann findet sie ganz unvermittelt einen Brief aus dem Jahr 1945. Jule hat den Namen des Schreibers noch nie gehört. Doch sie kennt die Adressatin ...

Was für euch dabei?? Oder kennt ihr schon eines der Bücher?

Das Salz der Erde - Daniel Wolf


    • Taschenbuch: 1152 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (10. Juni 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3442479479
    • ISBN-13: 978-3442479474
    • Genre: Historischer Roman

link zum Goldmann Verlag

Amazon Kurzbeschreibung:
Herzogtum Oberlothringen, 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert – es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschließt, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schließlich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr ...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur  Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Meine Meinung:
Ich muss ehrlich gestehen, die fast 1.200 Seiten haben mich teilweise ganz schön "gestresst", denn ich konnte es kaum erwarten, mehr von der Geschichte rund um Michael de Fleury zu erfahren. Gut, dass ich mir diesen Schmöker für den Urlaub aufgehoben habe, denn so konnte ich ungehindert und ohne allzu viele Unterbrechungen lesen, lesen und nochmals lesen ;)

Vergleiche mit Bestsellern mag ich nicht wirklich, aber der Hinweis auf  Ken Follett's "Die Säulen der Erde" finde ich hier angemessen! Während Follet über die Erbauer des Mittelalters schreibt, sind es bei Daniel Wolf die Kaufleute, die in seinem schriftstelleristischen Fokus stehen. 

Der Autor hat eine wunderbare Geschichte um den jungen Kaufmann Michel geschrieben, dessen Vorgeschichte im Prolog des Buches erzählt wird. Als kleiner Junge flieht er zusammen mit seinem Vater, seinem Bruder Jean und seiner Schwester Vivienne aus der Leibeigenschaft aus dem Dorf Fleury, um in Varennes-Saint-Jacques ein neues Leben zu beginnen. Dort besteht die Möglichkeit, dass man nach einem Aufenthalt von einem Jahr und einen Tag die Freiheit erlangt und sich ein neues Leben aufbauen kann. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelingt es seinem Vater beim reichen Kaufmann Caron unterzukommen und im Laufe der Jahre wird er einer seiner treuesten Gefährten und Mitarbeiter. Auch Michel und Caron's Sohn Gaspard werden gute Freunde
Nachdem Michels Vater nach Jahren ein eigenes Geschäft aufmachen kann, erlernt auch Michel alles über den Handel und wird von seinem Vater zur Ausbildung nach Mailand zu einem der angesehensten und reichsten Kaufleute, Salvestro Agosti, geschickt.
Noch vor dem Ende seiner Lehrzeit ereilt ihn die traurige Nachricht, dass sein Vater in der Heimat verstorben ist. So kehrt der angehende Kaufmann zurück, um mit seinem Bruder Jean das Erbe anzutreten. Michel schwebt ein Leben wie in Mailand vor, wo alle Bürger und Kaufleute ein freies Leben führen können. Doch bereits auf dem Weg nach Varennes-Saint-Jacques macht er sich den Ritter Aristide de Guillory zum Feind.

Als er in seiner Heimatstadt ankommt, erwartet ihm nicht nur Gutes, wie sein Freund Gaspard und seine kleine Schwester Isabelle, die zu einer wahren Schönheit herangewachsen ist, sondern genauso ein Ort, dessen Handelswege kontrolliert und willkürliche Steuern erhoben werden, das Geld immer wieder verrufen wird und Macht und Ausbeutung seitens des Herzogs, des Bischofs, des Statthalters und Ritter Guillory herrscht. Das Volk leidet unter der Ausbeutung und der für Varennes so wichtige Handel wird immer erschwerlicher.

Um seinen Geschäften nachkommen zu können, muss Michel erstmals Mitglied der Gilde werden. Und als Angehöriger der Vereiniung der Kaufherren setzt er sich für die Kaufmänner und Bürger der Stadt ein. Zuerst als Händler und später als Gildemeister, versucht er seinen Traum einer freien Handelsstadt Wirklichkeit werden zu lassen. Damit macht er sich verständlicherweise nicht sehr beliebt und zieht bald die Aufmerksamkeit der Mächtigen auf sich. Dadurch gerät er, seine Familie und die Frau seines Herzens immer mehr in Gefahr.
Das Buch enthält ein Personenregister, eine Übersichtskarte und ein ausführliches Glossar. Die historischen Fakten sind gut recherchiert. Auch wenn Varennes ein fiktiver Ort ist, so wissen wir, dass er sich in der Nähe von Metz und an der Mosel befindet. Auch wird immer wieder auf das Herzogtum Lothringen hingewiesen, dessen Karte sich am Anfang des Buches befindet.

Der Roman ist in fünf Abschnitte, die wiederum in kleinere Unterkapitel gegliedert wurden, eingeteilt. Jedes Kapitel ist versehen mit einer Orts- und einer Zeitangabe. Die Beschreibungen der Städte, Gebäude, den verschiedenen Berufen und der Kleidung ist sehr bildhaft und mein Kopfkino hatte keine Mühe sich alles vorzustellen.

Zu den wenigen negativen Punkten des Romans gehörte für mich, dass manche  Handlungsstränge vorauszusehen sind. Trotzdem gibt es immer wieder unvorhersehbare Wendungen, die spannend geschrieben sind und die Geschichte etwas umkehren. Trotzdem dachte ich mir oft, welchen Schicksalschlag Michel noch erleiden muss....
Doch den Rest des wundervollen und gut recherierten Romans kann ich nur Posivites abgewinnen!


Cover:
Das Cover passt hervorragend für einen historischen Roman. Die altertümliche rote Schrift ist erhaben. Auf der Innenseite befindet sich ein schematischer Stadtplan der fiktiven Stadt Varennes-Saint-Jacques im Herzogtum Oberlothringen.in der Zeitspanne von 1173 bis 1206.

Schreibstil:

Der Schreibstil ist sehr flüssig und lebhaft. Alle Charaktere sind sehr komplex beschrieben. Der Autor skizziert das Leben der unterschiedlichen Leute detaillgetreu nach und bringt dem Leser das Leben im Mittelalter näher.

Fazit: 
Man sollte sich nicht von der hohen Seitenanzahl abschrecken lassen, denn dieser historische Roman ist ein Leseerlebnis, der zu guter Recht mit "Die Säulen der Erde" verglichen wird. Leseempfehlung!


Ich danke Frau Ellen Koth von Literaturtest  für das Rezensionsexemlar und ihre Geduld ;)

Letzte Bootsfahrt - Herbert Dutzler

    • Taschenbuch: 368 Seiten
    • Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 4 (19. April 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3852189330
    • ISBN-13: 978-3852189338
    • Genre: Krimi, Alpenkrimi 
    • Reihe: ja - Band 3 um Inspektor Gasperlmaier

Amazon Kurzbeschreibung:
Da kann selbst einem erfahrenen Dorfpolizisten der Appetit vergehen: In pikanter Pose wird die Leiche eines Geschäftsmannes gefunden. Schnell kommen dubiose Details ans Licht. Bestechung, unseriöse Grundstücksdeals hinter der idyllischen Kulisse des Ausseerlandes geht nicht alles mit rechten Dingen zu. Der sympathisch-tollpatschige Gasperlmaier verlässt sich in seinem dritten Fall so lange auf sein Bauchgefühl, bis ihm flau im Magen wird: Auch seine Mutter scheint nämlich in den Fall verwickelt zu sein.

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Buch zur ABC Challenge

Meine Meinung:
Gasperlmaier ist wieder im Einsatz! Kaum sitzt er beim Leichenschmaus der Voglreiter Friedl, einer langjährige Freundin seiner Mutter, wird er auch schon zum nächsten Mordfall gerufen. Der Breitwieser Ferdinand wird mit heruntergelassener Hose, den Kopf in der Kloschüssel, auf der Toilette gefunden. War er so besoffen, dass er ertrank? Oder hat da jemand nachgeholfen? Bald werden weitere Details bekannt und Gasperlmaier bekommt wieder Hilfe aus Leoben von Frau Doktor Kohlross. Während die Beiden noch im Dunkeln tappen wird die nächste Leiche gefunden. Der Tote im Boot ist ausgerechnet der neue Verehrer seiner Mutter und ebenfalls ein Schulkollege zurVoglreiter Friedl. Welches Geheimnis verbindet die alten Klassenkameraden und was hat seine Mutter damit zu tun?
Gasperlmaier agiert wie schon in den anderen  Krimis wieder tollpatschig, aber liebenswert durch die Geschichte. Ihm zur Seite stets die toughe Ermittlerin Frau Doktor Kohlross, die er bewundert und sogar jeden Tag alle Einzelheiten ihrer Kleidung  bemerkt. Was da seine Christine wohl dazu sagen würde, wenn sie das wüsste?

Leider fand ich den neuesten Krimi von Herbert Dutzler nicht mehr so spritzig und spannend wie Band 2. Die Hintergrundstory ist etwas dünn.....zeitweise hatte ich das Gefühl, dass sich das Hauptthema hier ums Essen dreht ;) Das fängt schon mit dem Beratschlagen an, was es zum Frühstück geben wird, geht weiter mit einer Jause, gipfelt ins Mittagessen und schließt mit einem deftigen Abendessen ab. Wer beim Lesen Hunger verspührt, sollte sich auf jeden Fall vorher etwas zubereiten!

Einige Einzelheiten zu den Mordfällen fand ich auch nicht ganz geklärt (warum wurde ein Mordopfer vom Tatort weggebracht?) und ein paar Situationen sind zu unglaubwürdig. Einige Figuren blieben mir auch etwas zu blass. Der trockene Humor des Autors wertet die Geschichte etwas auf und die teilweise skurillen Personen sind wirklich ein Erlebnis für sich.  Alles in allem ein eher gemütlicher Krimi, der an Spannung zu wünschen übrig lässt und der Leser sich auch bald denken kann, wer der Mörder ist. Schade!


Cover:
Titel und Cover wieder passend zur Reihe.

Schreibstil:
Humorvoll, wie bereits in Band 1 und 2. Der Autor lässt den Leser an der Gedankenwelt des Gasperlmaiers teilhaben und bereitet vergnügliche Lesestunden.

Die vorangehenden Teile muss man nicht unbedingt kennen, um mit "Letzte Bootsfahrt" loslegen zu können. Geschehnisse rund um das kleine Ermittlerteam und einige Familienangelegenheiten werden zwar aus den vorangehenen Teilen erwähnt, doch die sind für den aktuellen Fall nicht von Bedeutung.

Fazit:
Wer es lieber blutig mag, sollte die Hände von diesem Buch lassen. Wer gerne humorvolle Krimis liest und auch nichts gegen Lokalkolorit hat, kann hier zugreifen. Trotzdem fand ich die Vorgängerbände besser und die Story etwas zu dünn. Nun heißt es hoffen, dass Band wieder etwas mehr Spannung beinhaltet....


Eisiger Dienstag - Nicci French


    • Broschiert: 528 Seiten
    • Verlag: C. Bertelsmann Verlag (14. Januar 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3570100839
    • ISBN-13: 978-3570100837
    • Originaltitel: Tuesday's Gone
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Fall 2 für Frieda Klein

Amazon Kurzbeschreibung: 
In der Wohnung einer psychisch Kranken wird ein Toter gefunden: Edward Green, alias Robert Poole, der zu seinen Lebzeiten den Mitmenschen mit Charme und Charisma Alltag und Bankkonto erleichterte. Wieder einmal unterstützt die Psychotherapeutin Frieda Klein die Polizei bei den Ermittlungen. Das wird nicht überall gern gesehen. Zumal die Leiche einer jungen Studentin aufgefunden wird, die durch Kleins Fehleinschätzung ums Leben kam. Die Presse veranstaltet eine Hetzjagd auf sie. Aber sie trotzt allen Anfeindungen und hat bald eine schreckliche Vermutung. Und die Suche nach Pooles Mörder bringt auch sie in Lebensgefahr… Ein intelligenter Thriller aus einem London, wie es nur wenige von uns kennen.

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Krimi- und Thriller Cover Challenge

Meine Meinung:
In "Eisiger Dienstag"treffen wir wieder auf die Psychotherapeutin Frieda Klein, die uns in dieser Reihe noch weitere Bände begleiten wird. Nachdem mir Band 1 "Blauer Montag" sehr gut gefallen hat, hoffte ich auf weitere spannende Stunden mit Band 2. Leider kann meiner Meinung nach "Eisiger Dienstag" mit "Blauer Montag" nicht ganz mithalten.  Außerdem wird sehr oft auf den Vorgängerband zurückgegriffen, so dass ich jedem nur empfehlen kann die Serie um Frieda Klein der Reihe nach zu lesen!

Vor einem Jahr hat Frieda Klein der Polizei, allen voran Inspector Malcolm Karlsson, beim Entführungsfall um einen fünfjährigen Jungen sehr geholfen und auch diesmal greift der Inspector auf die Hilfe der Psychotherapeutin zurück.
In der Wohnung der psychisch kranken Michelle Doyle, wird eine Leiche gefunden. Der junge Mann sitzt nackt auf dem Sofa, hält in einer Hand ein Stück Kuchen und in der anderen eine Tasse Tee. Er ist gekämmt und geschminkt, doch sein Körper ist bereits aufgedunsen und voller Fliegen. Die erst vor kurzem aus der Psychatrie entlassene Michelle passt der Polizei hervorragend  als Täterin ins Bild. Nur Frieda scheint ein bisschen zur jungen Frau durchzudringen und ahnt, dass hinter dem Mord an dem Unbekannten mehr steckt, als es auf den ersten Blick aussieht. Doch für die Polizei ist der Fall schon abgeschlossen und sie steckt Michelle wieder in die Psychatrie. Auch der Tote, ein gewisser Robert Poole,  ist bald identifiziert. Er war überall beliebt und zuvorkommend, doch Frieda lässt nicht locker und findet bald heraus, dass der Tote eigentlich schon vor einigen Jahren gestorben ist und sich jemand seine Identität geschnappt hat. Robert Poole alias Edward Green entpuppt sich als ein raffinierter Betrüger, der seine Opfer genauestens studierte, um sich ihr Vertrauen und somit ihr Geld zu erschleichen. Doch wer ist ihm auf die Schliche gekommen? Und wo ist das Geld, das er sich bereits ergaunert hat?

Der Thriller beginnt sehr spannend und man fragt sich als Leser wer hinter Robert Poole steckt bzw. was er im Sinn hatte. Ebenso wer ihm wohl auf die Schliche gekommen ist....
Leider lässt die Spannung aber sehr bald nach und es wird laufend auf die Geschehnisse aus dem Vorgängerband zurückgegriffen. Außerdem veranstaltet eine Reporterin eine Schlammschlacht auf Frieda...warum oder welche Motive diese hat, wird nicht geklärt. 
Etwas zäh und ausschweifend gestaltet sich dadurch der Mittelteil und die düstere Stimmung rund um Frieda und im kalten London, lässt einem nicht richtig warm ums Herz werden.
Auch das Ende konnte meine Meinung nicht wirklich bessern. Etwas zu konstruiert und weit her geholt wirken einige Szenen auf mich.

Cover:
Passend zum Vorgängerband.

Schreibstil:
Trotz des Hänger im Mittelteil lässt sich der Schreibstil des Autorenpaares Nicci Gerard und Sean French wieder gut und flüssig lesen.

Fazit:
Um etliches schwächer als der Vorgängerband. Unbedingt der Reihe nach lesen, da laufend auf die Geschehnisse in "Blauer Montag" zurückgegriffen wird! Ich hoffe auf mehr Spannung im Folgeband!



Meine erste Lesung

Hallo meine lieben Bücherwürmer!

Einen Tag vor meinen Abflug nach Mallorca gab es nicht weit von hier eine Lesung - endlich!!!! Als ich die Veranstaltung entdeckte, war mir sofort klar: Da muss ich hin!!!
Die österreichischen Autoren Johannes Gelich, Vea Kaiser und Thomas Raab lasen aus ihren zuletzt erschienen Werken.

Die Lesung fand unter dem Motto "Literatur & Wiese" im Schloss Weinzirl in Wieselburg statt. Wer von euch "Saeculum" von Ursula Poznanski gelesen hat, der kann sich vielleicht an den Ort Wieselburg erinnern, denn Wieselburg Umgebung war der Schauplatz ihrer Convention im Roman.
Nachdem das Wetter wirklich nicht besser sein konnte, genossen die Besucher das traumhafte Ambiente:


Meine Freundin Roswitha begleitete mich. Wir waren natürlich früher da, um einen guten Platz zu bekommen. Später war hier alles voll!

In den Pausen zwischen den einzelnen Autoren unterhielten zwei Gitarristen mit Flamenco-Songs die Besucher


Bevor jeder Autor/in aus seinem Buch las, wurden sie interviewt.
Den Beginn machte Johannes Gelich. Er las aus seinem Roman "Wir sind die Lebenden" - eine Hommage an die verlorene Generation der heutigen 40-somethings.

Zur Leseprobe: http://www.johannesgelich.com/
Der Autor, der 1969 in Salzburg geboren wurde, wurde immer wieder gefragt, ob in sein Buch, das von der Antriebslosigkeit der Mitvierziger handelt, viel Autobiographisches eingeflossen ist ;)

Weiter ging es mit der noch jungen Autorin Vea Kaiser.  Sie wurde 1988 in St.Pölten geboren. Mit dem Buch "Blasmusikpop oder wie die Wissenschaft in die Berge kam" erlangte sie Platz 1 der ORF-Bestenliste.
Die Autorin hat einen unbeschreiblichen Humor und die Ausschnitte aus dem Buch waren wirklich sehr unterhaltsam.

Zur Leseprobe:
https://www.bic-media.com/dmrs/widget.do?layout=singlepage&buyButton=no&clickTeaser=yes&arrowTeaser=yes&https=yes&showLanguageButton=yes&cid=1593026&widgetSource=https://www.bic-media.com/dmra/content/detail/detail-widget.do?cid=1593025&isbn=9783462044645

Den Abschluss machte ein Autor, der wohl den meisten Bücherwürmern bekannt sein müsste: Thomas Raab
Er las aus seinem neuesten Metzger-Krimi und man merkte ihm an, dass er bereits "Profi" ist. Auch sein ehemaliger Beruf (Lehrer für Mathematik, Musik und Sport) und seine Ausstrahlung rundeten seine Lesung ab. Interessant fand ich wie Raab zum Schreiben kam: Eine Wochenendehe und Langeweile ließen ihm zur Feder greifen und zu seiner eigenen Überraschung wurde sein Buch ein großer Erfolg.


Zur Leseprobe:
http://www.digital-media-repository.com/dmrs/widget.do?isbn=9783426199558&skin=black&feed=no&tellafriend=no&bookmarks=no&showTitle=no&showTitleInPopUp=no&lang=de&search=no&buyUrl=http://www.amazon.de/gp/product/3426199556?SubscriptionId=AKIAI2HNI36OVO3YH6FA&tag=kinderbuchcou1-21&linkCode=xm2&camp=2025&creative=165953&creativeASIN=3426199556

Thomas Raab überraschte die Zuhörer auch noch mit einem selbstkomponierten Lied zur Geschichte von "Der Metzger kommt ins Paradies". Dem Publilkum liefen die Tränen vor Lachen übers Gesicht.....ein wahrer Ohrenschmaus!

Und wie man auf den Fotos erkennen kann war es mittlerweile ganz schön spät geworden und meine erste Lesung ging schneller zu Ende als ich gedacht hatte.

Was mir abging war eine richtige Signierstunde, aber Vea Kaiser z. Bsp. mischte sich einfach unters Publikum und signierte fleißg mitgebrachte Bücher. Natürlich gab es auch einen Verkaufsstand.

Ich hoffe ich habe vielleicht doch noch ein paar Mal das Glück bei einer Lesung dabei sein zu dürfen. In Österreich sind die ja leider Seltenheitswert. Nur in Wien hatte ich schon öfter Termine gesehen, aber der Rest von Österreich wird eher verschmäht. Dabei gibt es noch jede Menge toller österreichischer Schriftsteller wie Ursula Poznanski, Thomas Gruber, Daniel Glattauer, Thomas Glavinic, Wolf Haas, Paulus Hochgatterer, Alfred Komarek, Herbert Dutzler, Claudia Rossbacher, Gabi Kreslehner, Carla Federico, Eva Rossmann, Arno Geiger, Claudia Toman, .....und viele mehr!
Da wär ja noch Potential da!! ;)


Silber - Kerstin Gier

    • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    • Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 2 (18. Juni 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3841421059
    • ISBN-13: 978-3841421050
    • Genre: Jugendbuch
    • Reihe: ja - 1. Band einer Trilogie

Amazon Kurzbeschreibung: 
Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet. Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett. Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Buch zur Chaos Challenge AGAIN

Meine Meinung:
Kerstin Gier's Bücher sprühen nur so voller Humor - egal, ob es sich um ihre Jugendbücher oder Frauenromane handelt. Nachdem ich die Edelstein-Trilogie wirklich sehr gerne gelesen habe (trotz Ü-40), freute ich mich schon auf ihre neue Jugend-Trilogie.
Meine Bücherei hatte das Buch doch auch noch schnell für mich reserviert, bevor sie wegen Urlaubes schloss. Und so wanderte es gleich in mein Handgepäck, als wir auf den Weg nach Mallorca waren. Was soll ich sagen? Es war noch am selben Tag ausgelesen!!!

Olivia, genannt Liv, hat das Umziehen satt und wünscht sich nichts sehnlicher als einen festen Wohnsitz mit einem eigenen Zimmer für sich und ihre kleine Schwester Mia. Ihre Eltern sind geschieden. Ihre Mutter ist Literaturprofessorin und wechselt mit jedem neuen Job auch den Wohnsitz. Zum Vater werden die Mädchen nur in den Ferien geschickt, der jedoch auch in der Weltgeschichte herumreist. Umso mehr freut sich Liv, als ihre Mutter verkündet in ein Cottage in Oxford ziehen zu wollen. Doch bereits kurz nach der Ankunft in London zerplatzt auch dieser Traum, denn stattdessen will ihre Mutter mit ihrem neuen Freund zusammenziehen. Ihr neuer Traummann, Ernest Spencer, hat noch dazu zwei Kinder im ähnlichen Alter: Florence und Grayson. Auch die Beiden sind nicht wirklich von der Idee einer Patchworkfamilie begeistert und besonders Florence zickt herum. 
Als Liv und Mia in die neue Schule wechseln, stellen beide fest, dass Grayson einer geheimisvollen Clique angehört, die aus den  gutaussehenden Sunnyboys Jasper, Henry und dem allumschwärmten Arthur, besteht. Als Liv dann auch noch von den vier Jungs und einem Friedhof träumt und sich am nächsten Tag auch noch herausstellt, dass Graysons Clique Livs Träume zu kennen scheint, findet Liv das nicht nur gruselig, sondern auch spannend und rätselhaft und will dem Ganzen auf den Grund gehen.

Durch den Tittle Tattle Blog, der Gerüchte und Nachrichten über die Schüler der Frognal Academy verbreitet, findet Liv heraus, dass zu der Clique rund um Grayson auch Arthurs Freundin Anabel gehörte, die seit dem neuen Schuljahr in St. Gallen in der Schweiz studiert. Doch auch Anabel erscheint plötzlich in Livs Träumen und plötzlich findet sich Liv in einem gefährlichen Spiel rund um einen Dämon wieder.....

Die Idee der Autorin, anderen in Träumen zu begegnen und an jedem gewünschten Ort sein zu können, ist wieder etwas ganz Neues und wurde von Kerstin Gier gekonnt umgesetzt. Dem Leser wird hier mit viel Fantasy und Humor eine Geschichte erzählt, die aus einem langen Gang mit vielen verschiedenen Türen besteht. Dabei lässt Gier aber so viel Spielraum offen, dass sich jeder diesen Gang anders vorstellt bzw. der Leser sich mit dem Gedanken zu beschäftigen beginnt, wie wohl seine eigene Traumtür aussehen würde.

Cover:
Auch ich finde das Cover wirklich gelungen und wunderschön mit den mystischen Elementen, die wir schon ein bisschen aus der Edelsteintrilogie kennen.
Ein Teil der Innenseiten des Buches sind mit Blumenranken geschmückt. Der Tittle Tattle Blog wird mit einem Header, ähnlich wie hier auf Blogger, präsentiert. Sowohl das Außen-, als auch das Innenleben des Buches ist wunderschön gestaltet.

Schreibstil:
Kerstin Gier versteht es einfach als Erwachsene glaubwürdig die jugendliche Sprache und Interessen in ihren Büchern einzufangen. Nachdem meine Tochter das Buch genauso verschlungen hat wie ich und kein ätzendes Kommentar über die "gewollte Jugendsprache" abgegeben hat, trau ich mir das zu sagen ;) Die Autorin trifft genau den richtigen Ton und kommt sehr glaubwürdig rüber. Ihr wundervoller Humor begeistert sowohl Erwachsene als auch die eigentliche Zielgruppe ihrer Jugendbücher.
Die Protagonisten, hier Liv, kommen unglaublich sympathisch rüber, wobei mir die Beschreibung des deutschen Kindermädchens Lottie fast am Besten gefallen hat.

Was mir nicht so gut gefallen hat, war dass Kerstin Gier diesmal auch auf diese stereotypischen Figuren eingegangen ist und die obercoole Clique nur aus Jungs bzw. einem Mädchen besteht, die jederzeit als Models in einem Hochglanzmagazin abgebildet werden könnten. Warum nur müssen immer mehr "perfekt aussehende" Menschen in Büchern einzug halten? Und ganz besonders in Jugendbüchern finde ich das problematisch, wo sich doch die meisten Teenager in ihrem Körper nicht wohlfühlen.

Fazit:
Ein netter, teils spannender und lustiger Auftakt zu einer neuer Trilogie mit einem sehr interessanten Thema. 'Silber' ist leichte Unterhaltung, sowohl für die Zielgruppe der Jugendlichen, als auch für erwachsene Leser.
Die Geschichte kommt (noch) nicht ganz an "Rubinrot" heran, trotzdem freue ich mich schon auf Teil 2.


Mit den Augen meiner Schwester - Julie Cohen


    • Taschenbuch: 496 Seiten
    • Verlag: Diana Verlag (9. Mai 2012)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3453356594
    • ISBN-13: 978-3453356597
    • Originaltitel: Getting Away With It
    • Genre: Roman

Amazon Kurzbeschreibung:
Als Kind konnte Liza Haven es kaum erwarten, ihrem beschaulichen Heimatort Stoneguard zu entfliehen. Lange war sie schon nicht mehr dort – seit jenem schrecklichen Weihnachtsfest, als die Mutter Lizas Schwester Lee zu ihrer Nachfolgerin in der familieneigenen Eiscreme-Manufaktur bestimmte. Als Liza nun nach Jahren in Amerika nach England zurückkehrt, muss sie feststellen, dass ihre scheinbar perfekte Schwester sich aus dem Staub gemacht hat. Unbeabsichtigt schlüpft sie in Lees Rolle und erkennt, dass deren Leben nicht so leicht und sorgenfrei ist, wie sie immer angenommen hatte. Ihren kleinen Heimatort hingegen findet sie gar nicht mehr so übel – Lees festen Freund Will übrigens auch nicht …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb


Meine Meinung:
Wieder eine Autorin, die mir noch unbekannt war und deren restliche Bücher ich noch gerne lesen möchte.
Julie Cohen hat hier eine wunderbare Geschichte über Zwillinge geschrieben, die unterschiedlicher nicht sein können.
Elizabeth, genannt Liz, und Emily, genannt Lee, sind zwar eineiige Zwillinge, doch die angeblich so starke Bindung zwischen den Beiden sucht man vergeblich. Liz ist eine toughe Stuntfrau, genießt ihr Singleleben und möchte nie wieder zurück in das Kaff ihrer Kindheit, wo ihre Mutter und ihre Schwester eine Eiscreme-Manufaktur besitzen. Lee, deren Leben sich seit ihrer Kindheit in Stoneguard abspielt und die sich um ihre an Alzheimer erkrankte Mutter und das Eisgeschäft annimmt, wächst mittlerweile alles langsam über dem Kopf. Sie ist nicht nur Geschäftsfrau und kümmert sich um ihre Mutter, sondern engagiert sich in allen möglichen Vereinen und ist bei allen Einwohnern beliebt. Liz dagegen ist nur die eingebildete und selbstsüchtige Schwester.
Nach einem schweren Unfall bei einem Stunt ist Liz plötzlich ohne Job und verspricht ihrer Schwester zum Wohltätigkeitsball in ihrem Heimatort zu kommen. Als sie dort auftaucht ist allerdings von Lee nichts zu sehen und Liz übernimmt kurzfristig die Rolle ihrer Schwester, die sich anscheinend nur verspätet. Doch der Abend geht vorüber und Lee taucht nicht auf.
Liz macht es anfangs Spaß in die Rolle ihrer "tugendhaften" Schwester zu schlüpfen, doch nachdem diese auch am nächsten Tag nicht zurückkehrt und sich nur kurz am Handy meldet, ist Liz nicht mehr über ihre neue Rolle erfreut. Außerdem wollte sie ja nur den einen Abend bleiben und dann wieder nach London fahren.
Dank einzelner Listen, die sich Lee ganz nach dem Vorbild ihrer Mutter gemacht hat, kann Liz anfangs die Geschäftstermine einhalten undeinige Dinge erledigen. Doch das Leben einer Stuntfrau ähnelt so gar nicht dem der Besitzerin einer Eisfabrik und Liz kommt doch ganz schön oft ins trudeln....
Zunehmend merkt sie was Lee alles geleistet hat und was ihre Angestellten, ihre Mutter und die Einwohner von Stoneguard so alles von ihrer Zwillingsschwester verlangen.Und dann gibt es auch noch Lees Freund, den charmanten Will Naughton, der Lizas Herz höher schlagen lässt. Und damit fangen die Schwierigkeiten erst richtig an.....

Das Landleben im Ort Stoneguard wird wirklich amüsant beschrieben. Einige Charaktere sind zwar ein bisschen überzeichnet, aber findet sich nicht in jedem Kaff mindestens ein Mensch, der den anderen etwas suspekt ist oder der/die von allen bewundert oder als verrückt dargestellt wird?

Und auch das Thema "Leben tauschen" oder der Neid vieler Menschen, die mit ihrem Leben nicht zufrieden sind und gerne ein anderes führen möchten, wird hier aufgegriffen. Es muss nicht immer eine Zwillingsschwester sein, in deren "Schuhen man schlüpft".
Gedanken habe ich mir auch über die Aussage gemacht, dass Zwillinge immer nur als eine Einheit angesehen werden, aber selten als einzelne Individuen. Für viele muss das oft sehr schwer sein....

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut, lässt aber vielleicht eher einen Chick-Lit Roman vermuten.

Schreibstil:
Der ausdrucksstarke und angenehme Schreibstil lässt die Seiten nur so dahinfliegen. Die Protagonisten sind alle wunderbar charakterisiert und ich konnte mich teilweise in beide Zwillingsschwestern richtig gut hineinversetzen. Man schließt Lee und Liz sofort ins Herz, wobei es bei Liz eine Spur länger dauert, doch dies ist wohl von der Autorin auch genauso gewollt.

Fazit:
Eine wunderbare Geschichte, die einem nicht nur nette Unterhaltung bietet, sondern auch einige Probleme aufgreift und dem Leser zeigt, dass es oft doch nicht so wünschenswert ist, sein Leben mit jemanden tauschen zu wollen.


Lektüre am Strand und ein paar Urlaubseindrücke

Hallo liebe Bücherwürmer!

Auch dieses Jahr habe ich ein bisschen am Strand und Pool geschaut, was denn die Damen und Herren so alles lesen.
Die ersten Tage sah ich komischerweise nur Thriller und dann gab es ein Buch, das auch letztes Jahr schon in meiner Post über die Urlaubslektüre aufschien. Ich sah es sogar gleich 3x!! Um welches Buch es sich handelt? Um dieses hier:


Und diese Bücher sah ich auch noch...alles bunt gemischt:

 


Was mich veblüffte war, dass ich nicht einmal "Inferno" von Dan Brown sah....oder "Ein ganzes halbes Jahr". Auch keine typischen Sommerbücher, die wir gerade bei der Sommerchallenge durchmachen....

Und nun noch ein paar Eindrücke aus Mallorca:

 Palma de Mallorca
 Ich liebe Leuchttürme!! Hier der bei Cala Rajada
 Sonnenaufgang
 Beim Delfin-Watching am Katamaran
 Sòller
Sa Calobra

Mit diesen Bildern verabschiede ich mich von heute bei euch.

 

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