Amazon Kurzbeschreibung:
Sechzehn Jahre haben Dora und Luka sich nicht mehr gesehen, obwohl sie einmal unzertrennlich waren: Wunderschöne Sommertage verbrachten sie als Kinder miteinander, am Felsenstrand des kleinen kroatischen Fischerdorfes, in dem sie aufwuchsen. Doch dann zogen Doras Eltern nach Frankreich, und Luka blieb allein zurück. Als Mittzwanziger treffen sie sich nun überraschend in Paris wieder, und es ist klar: Sie gehören einfach zusammen. Drei glückliche Monate folgen, aus denen ein gemeinsames Leben werden soll; nur kurz will Luka in die Heimat zurück, um ein paar Dinge in Ordnung zu bringen – und dann meldet er sich nicht mehr. Jeden Tag, jede Stunde ist eine jener außergewöhnlichen Liebesgeschichten, die zugleich zeitlos und modern sind: zeitlos in ihrem Glauben an die Vorbestimmtheit, mit der zwei Menschen ein Schicksal teilen, und modern in ihrem Wissen, dass das Leben sich als viel schwieriger erweist. Ein Liebesroman, wie er sein sollte: poetisch, von großer emotionaler Strahlkraft, mitreißend erzählt.
Bewertung: * * undeinhalb
Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin hat mich anfangs fast verzweifeln lassen! Die Sätze sind sehr kurz, es gibt oftmalige Wiederholungen und häufigen Perspektivenwechsel. Deshalb habe ich ein leichtes, witziges Buch dazwischen gelesen und danach ging es etwas besser voran.
Trotzdem war ich enttäuscht von diesem Roman. Ich habe soo viele gute Rezensionen darüber gelesen und bin froh, dass ich das Buch nur aus der Bücherei geliehen hatte.
Ich kann mich leider all den guten Bewertungen nicht anschließen.....
Es fängt schon damit an, dass das Buch nicht mit einem Prolog oder Kapitel 1 beginnt...was ja eigentlich egal ist...denn es beginnt mit Kapitel 40. Obwohl die Namen der handelnden Personen nicht genannt werden, war mir sofort klar, dass es sich um die Hauptprotaginisten handelt. Somit war mir eigentlich auch schon der Schluss des Buches bekannt (auch wenn es noch eine kleine Überraschung dazu gab)...trotzdem....Bücher, die mit dem Schluss beginnen, haben schon mal einen Minuspunkt bei mir...sorry!
Danach erfuhren wir, wie Dora und Luka geboren wurden und wie sie sich das erste Mal im Kindergarten gegenüber standen und sich sofort ineinander verliebten. Ähm...tja, das war mal mein zweiter Minuspunkt, denn es gibt wohl die sogenannte Sandkastenliebe und Kindergartenfreunde usw., aber wie das im Buch beschrieben wurde, stellt man sich keine 2-Jährige und keinen 5-Jährigen vor, sondern wesentlich ältere Personen. Noch dazu, wo hier der Wortschatz einer 2-Jährigen so aussieht:
Stelle aus dem Buch:
Luka hört eine leise Stimme an seinem Gesicht: "Du bist mein Dornröschen, nur mein, wach auf, mein Prinz, du bist mein Prinz, nur mein..."
Spricht so eine 2-Jährige???? Meine Tochter hat früh gesprochen und bald in ganzen Sätzen....aber das???!!! Da begann ich zu überlegen, ob die Autorin wohl Kinder hat?
Danach erlebten wir die Kindheit der Beiden und die Trennung. Hier wurde das Buch für mich etwas interessanter und glaubwürdiger und ich verfolgte gespannt, was aus Dora und Luka wurde, bis sie sich wieder trafen. Danach war es aber leider wieder mit meinen positiven Gedanken vorbei.
Alleine Luka, den männliche Protagonisten, fand ich unsympathisch. Ein junger Mann, der sich die Dinge immer wieder so richtet, wie es für Ihn am einfachsten und problemlosesten ist. Wenn er mal zu etwas Stellung nehmen soll ist er sprachlos und verschwindet ganz einfach. Er hat weder Rückgrat, noch Standfestigkeit; verhält sich seiner Frau gegenüber kalt und rücksichtslos und badet die ganze Zeit im Selbstmitleid.
Dora ist mir da schon sympathischer....
Dann muss ich leider noch etwas bemängeln. Die Autorin des Romanes ist fast so alt wie ich und lässt ihre Protagonisten 1959 und 1962 zur Welt kommen. Folglich sind die Beiden Mitte der 80-iger Jahre um die Zwanzig. Ich war Ende der 80-iger, Anfang der 90-iger Jahre im selben Alter und zu dieser Zeit musste wirklich niemand mehr wegen einer Schangerschaft heiraten!! Ich lebe selber in einem 2000 Einwohner Seelen Dorf und selbt hier war es nicht "Pflicht"! Das Buch kommt mir vor, wie wenn es in den 50-iger Jahren spielt. Selbst das kleinste Kaff in Kroatien kann nicht viel anders sein als ein kleines Kaff in Österreich, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen!!
Die positiven Meinungen zu diesem Buch punkto Poesie und Sprachschönheit kann ich leider nicht nachvollziehen, ebenso wenig, dass kein Kitsch vorkommt. Für mich war dieser Liebesroman kitschig!
(siehe alleine oben die zitierte Stelle aus dem Buch, die immer wieder vorkommt und zelebriert wird!)
Fazit: Leider war dieses Buch für mich eine einzige Enttäuschung. Schreibweise und Inhalt haben mir nicht gefallen. Das war definitiv das erste und letzte Buch dieser Autorin.