Amazon Kurzbeschreibung:
Der erste Fall für Franz Eberhofer ist ein ganz bizarrer. Da ist diese Geschichte mit den Neuhofers. Die sterben ja an den komischsten Dingen. Mutter Neuhofer: erhängt im Wald. Vater Neuhofer (Elektromeister): Stromschlag. Jetzt ist da nur noch der Hans. Und wer weiß, was dem noch bevorsteht ... Normalerweise schiebt Dorfpolizist Franz Eberhofer in Niederkaltenkirchen eine ruhige Kugel. Aber jetzt: Vierfachmord! Stress pur! Zum Glück kocht die Oma den hammermäßigsten Schweinebraten, wo gibt. Und das beste Bier gibt‘s eh beim Wolfi.
Bewertung: * * * undeinhalb
Meine Meinung:
Tja, nun habe ich die letzte Seite zugeschlagen und sitze hier und weiß eigentlich nicht was ich schreiben soll....
"Winterkartoffelknödel" wurde ja regelrecht in den Himmel gelobt und mir auch von einer Thalia Mitarbeiterin empfohlen. Da ich ja Alpenkrimis gerne lese und mir "Hüttengaudi" von Nicola Förg wirklich gut gefallen hat, habe ich mir weiterhin Alpenkrimis aus der Bücherei mitgenommen (Dampfnudelblues wartet als Nächstes auf mich). Beide Alpenkrimis sind aber wirklich ganz anders.....
Zuerst einmal der Schreibstil von Rita Falk. Ich brauchte nach den ersten Seiten mal etwas Zeit da hineinzukommen. Die Sätze der Autorin sind sehr kurz und sind in der Ich-Form. Irritiert hat mich anfangs auch, dass die Autorin weiblich ist, der Protagonist aber männlich. Das hatten wir ja schon bei David Safier und da musste ich mich immer wundern, wie viel dieser Mann über unser Seelenleben wusste ;)
Rita Falk scheint sich dagegen mit den "Urtrieben der Männer" auszukennen: Wirtshaus, Sex und Essen.
Die Geschichte spielt im bayrischen Ort Niederkaltenbach, der wohl für viele kleine Dörfer (nicht nur in Bayern ;) steht, wo jeder jeden kennt. (Ich lebe selbst in so einem Dorf und hatte wirklich etliche Wiedererkennungsmomente).
Franz, unser Dorfpolizist, wird aus München strafversetzt und darf in seinem Heimatort ermitteln, wo sich "Fuchs und Henne Gute Nacht sagen". Doch wie wir uns denken können, passiert auch in kleinen Dörfern mal was ganz Unvorhergesehenes.
Nachdem ich in den Schreibstil reingekommen bin und wirklich des öfteren laut lachen musste, unterhielt ich mich zwar gut, fragte mich aber nach 100 Seiten, wo denn nun der Mord sei? Doch dann ging es los, auch wenn unser Dorfpolizist Franz etwas länger als der Leser braucht um rauszufinden, wer da wohl ein böses Spiel mit Ihm treibt! Dies ist wirklich köstlich beschrieben und vorallem hat mir die Oma vom Franz sehr gut gefallen.. Ein Charakter, der einem sofort ans Herz wächst. Ebenso erlebt man die Schadenfreude vom Franz mit, wenn sein schleimiger Bruder mal wieder ins Fettnäpfchen tritt.
Mit der Sprache/Dialekt hatte ich als Österreicherin keine Probleme...die Ausdrücke sind mir alle geläufig oder werden auch hier benutzt. Wer sich mit dem Bayrischen schwer tut...die Autorin hat am Ende des Buches ein Glossar mit "Übersetzung" und auch etwas Kulinarisches zu bieten: Omas Rezepte, typische Bayrische (und österreichische wie Apfelstrudel) eben.
Nun wartet "Dampfnudelblues auf mich ;)
Fazit: Wer Alpenkrimis mag und nicht zu viel an Krimi erwartet, aber unterhalten werden möchte, für den ist das Buch richtig. Wer den Dialekt nicht mag, alles bayrische oder österreichische *böse guck* ;) nicht mag....oder mehr Spannung bzw. richtige Ermittlungsarbeit erwartet, der sollte eher nicht zu diesem Buch greifen.