- Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
- Verlag Ullstein Hardcover, 1. Auflage (12. März 2026)
- ISBN-10 : 3550204469
- ISBN-13 : 978-3550204463
- Genre: Gegenwartsliteratur
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Als ihre Mutter Irma stirbt, verliert Nina den Boden unter den Füßen. Nach Jahren des Ausharrens an der Seite dieser gebrochenen Frau ist sie plötzlich frei und fühlt sich verlorener denn je. Um wieder festen Grund zu finden, reist sie ins tschechische Riesengebirge, wo die Familie ihren letzten gemeinsamen Urlaub verbracht hat. Nina will ergründen, was die Familie damals auseinandertrieb – und was das Land für sie bereithält, das ihre Mutter einst Heimat nannte: Böhmen. So tiefsinnig wie schwebend schön ergründet Claudia Rikl, was beim Verlassen der Heimat zurückbleibt und was uns das Bleiben kostet.
Meine Bewertung: * * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Buch zur Reiselust Challenge
Meine Meinung:
Claudia Rikl wurde durch ihre eigenen Familiengeschichte inspiriert, sich mit mit der Vertreibung der Sudetendeutschen aus der damaligen Tschechoslowakei auseinanderzusetzen. Auch meine Vorfahren mütterlicherseits sind aus Mähren vertrieben worden und haben alles zurücklassen müssen. Deshalb war ich sehr gespannt auf diesen Roman.
Claudia Rikl wurde durch ihre eigenen Familiengeschichte inspiriert, sich mit mit der Vertreibung der Sudetendeutschen aus der damaligen Tschechoslowakei auseinanderzusetzen. Auch meine Vorfahren mütterlicherseits sind aus Mähren vertrieben worden und haben alles zurücklassen müssen. Deshalb war ich sehr gespannt auf diesen Roman.
Die Autorin erzählt in drei Zeitebenen. In der Gegenwart fällt Nina in ein tiefes Loch, als ihre Mutter Irma stirbt. Obwohl sie sich die letzten Jahre um ihre unter Depressionen leidende Mutter gekümmert hat, war das Verhältnis der beiden eher kühl. Trotzdem hat Nina jahrelang ihren eigenen Bedürfnisse zurückgestellt und sich alleine um sie gekümmert, während ihr Vater und ihre Schwester Katja ihr Leben weitergelebt haben.
Immer wieder fragt sich Nina, was Irma so beschäftigt hat, dass sie in eine schwere Depression verfiel? Und warum findet sich auch Nina nicht wirklich in ihrem Leben als Schauspielerin zurecht? Weshalb kann sie keine Nähe zulassen?
In Rückblenden erfahren wir von Irmas Kindheit am Ende des Zweiten Weltkrieges in Arnau, dem heutigen Hostinné, im böhmischen Riesengebirge. Das einst behütete Leben endet jäh, als die deutschsprachigen Einwohner, die Sudetendeutschen, brutal vertrieben und getötet werden. Ein weiterer Handlungsstrang führt ins Jahr 1987, als Nina, Katja und ihre Eltern ein letztes Mal gemeinsam Urlaub in Irmas böhmischen Heimat verbringen. Danach zerfällt die Familie, genauso wie zwei Jahre später die DDR und im Laufe der Jahre Ninas Leben in der Gegenwart. Im Verlauf der Geschichte wird zunehmend klar, wie die einzelnen Ereignisse miteinander zusammenhängen und wie stark die Vergangenheit bis heute nachwirkt.

Liebe Martina
AntwortenLöschenDas Buch ist mir heute bei Instagram ganz oft begegnet, vorher hatte ich es aber so gar nicht auf dem Schirm. Nun hast du mich sehr neugierig gemacht auf die Geschichte und ich werde mir das Buch auf jeden Fall näher ansehen.
Alles Liebe
Livia